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Limoncello: der klassische Zitronenlikör aus Süditalien

Limoncello ist ein italienischer Likör aus Zitronenschalen, Alkohol und Zucker. Zu Hause ist er vor allem in Süditalien: rund um den Golf von Neapel und Sorrent, an der Amalfiküste, auf Capri und auch auf Sizilien. Wer ihn erfunden hat, ist umstritten. Der italienische Branchenverband Federvini verweist auf eine kleine Pension auf Capri zu Beginn des 20. Jahrhunderts, andere Quellen sehen die Sizilianer deutlich früher am Werk. Unstrittig ist, dass Limoncello heute zu den bekanntesten Likören Italiens gehört und nach einem guten Essen fast überall im Süden auf den Tisch kommt.

Bei Bottle Hero finden Sie Limoncello von Pallini, einem Familienunternehmen aus Rom, das 1875 gegründet wurde und heute in fünfter Generation geführt wird. Pallini bringt seinen Limoncello seit 1999 auf den Markt und verwendet dafür Sfusato-Zitronen von der Amalfiküste. Neben der klassischen Flasche gibt es die Amalfi Coast Limited Edition und ein Set mit vier kleinen 5-cl-Flaschen zum Probieren. Aus Venetien kommt der Limoncello der Negroni Antica Distilleria, die Guglielmo Negroni 1919 in der Provinz Treviso gründete und die vor allem für ihre Grappa bekannt ist.

Wie Limoncello entsteht: Zitronenschale, Alkohol und Zucker

Das Rezept ist einfach, die Qualität hängt am Rohstoff. Die Zitronen werden dünn geschält, sodass nur die gelbe Schale verwendet wird und möglichst nichts von der bitteren weißen Innenhaut. Die Schalen ziehen in neutralem Alkohol, bis die ätherischen Öle in den Alkohol übergegangen sind. Danach wird der Auszug mit Zuckersirup gemischt. Das Verhältnis von Zucker und Wasser bestimmt Süße, Körper und Klarheit des Likörs. Die leicht trübe, hellgelbe Farbe stammt von feinen Tröpfchen Zitronenöl in der Flüssigkeit.

Klassisch wird Limoncello aus der Sorte Femminello Santa Teresa hergestellt, auch Sorrento-Zitrone genannt, sowie aus Sfusato Amalfitano von der Amalfiküste. Limone di Sorrento und Limone Costa d'Amalfi sind beide als IGP geschützte Herkunftsbezeichnungen.

Alkoholgehalt, Crema di Limoncello und Limoncello Spritz

Der Alkoholgehalt liegt meist um 30 Prozent, schwankt aber je nach Hersteller. Pallini füllt seinen Limoncello zum Beispiel mit 26 Prozent ab.

Crema di Limoncello ist die cremige Variante: Hier ersetzen Milch oder Sahne den Zuckersirup. Das Ergebnis ist weicher, erinnert an ein Dessert und hat weniger Alkohol, oft um 17 Prozent.

Der Limoncello Spritz ist längst ein moderner Klassiker. Er wird meist mit Prosecco, Limoncello und Sodawasser auf viel Eis gemixt und mit einer Zitronenscheibe serviert. Limoncello passt außerdem in einen Sour, über Vanilleeis oder in ein Zitronen-Tiramisu.

Limoncello kalt oder warm trinken?

Immer kalt. In Italien wird Limoncello eiskalt als Digestif nach dem Essen serviert, am besten in einem kleinen Glas, das vorher im Gefrierfach lag. Bewahren Sie die Flasche im Kühlschrank oder im Gefrierfach auf, dann ist sie bereit, wenn der Espresso getrunken ist. Wer es trockener und kräftiger mag, greift zur Grappa, und weitere Flaschen aus dem ganzen Land finden Sie unter Italien.

Häufige Fragen zu Limoncello

Was ist Limoncello?

Limoncello ist ein süditalienischer Likör aus Zitronenschalen, die in neutralem Alkohol ziehen und anschließend mit Zuckersirup gemischt werden. Er schmeckt süß, frisch und intensiv nach Zitrone.

Wie hoch ist der Alkoholgehalt von Limoncello?

Die meisten Limoncelli haben etwa 25 bis 32 Prozent Alkohol, häufig um 30 Prozent. Crema di Limoncello ist milder, oft um 17 Prozent.

Wie trinkt man Limoncello?

Klassisch eiskalt in einem kleinen Glas nach dem Essen. Beliebt ist er auch in Drinks wie dem Limoncello Spritz oder einem Limoncello Sour.

Was ist der Unterschied zwischen Limoncello und Crema di Limoncello?

Limoncello wird mit Zuckersirup hergestellt und ist klar bis leicht trüb. Crema di Limoncello entsteht mit Milch oder Sahne, ist cremig und hat weniger Alkohol.

Welche Zitronen werden für Limoncello verwendet?

Klassisch Femminello Santa Teresa aus Sorrent und Sfusato Amalfitano von der Amalfiküste. Beide Zitronen sind als IGP geschützt, und Pallini verwendet Sfusato-Zitronen von der Amalfiküste.