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Highland Park ist eine der bekanntesten Single-Malt-Whiskys von den schottischen Orkney-Inseln. Die Brennerei liegt in Kirkwall und gehört zu den nördlichsten Whisky-Destillerien Schottlands. Gerade diese Herkunft prägt den Stil: Highland Park verbindet oft eine feine Rauchnote mit einer markanten Malzsüße und einer leichten Würze. Im Vergleich zu vielen anderen schottischen Whiskys wirkt er meist ausgewogen und vielschichtig, ohne dabei zu schwer zu sein.

Die Geschichte der Destillerie reicht bis ins späte 18. Jahrhundert zurück. Über die genaue Frühphase gibt es zwar verschiedene Überlieferungen, doch fest steht, dass Highland Park zu den traditionsreichen Namen in der Whiskywelt zählt. Ein wichtiger Teil seines Charakters entsteht durch die besondere Lage auf den Orkney-Inseln, wo Klima, Wasser und die Inselluft den Reifeprozess mit beeinflussen. Auch die Herstellung ist von Tradition geprägt: Ein Teil des Malzes wird über Torffeuer getrocknet, was dem Whisky seine typische, eher zurückhaltende Rauchigkeit verleiht.

Innerhalb des Sortiments finden sich unterschiedliche Ausprägungen, die vor allem über Alter, Fassreifung und Intensität variieren. Jüngere Abfüllungen wirken oft frischer und direkter, während ältere Jahrgänge mehr Tiefe, Trockenfrüchte, Gewürze und Holznoten zeigen. Manche Abfüllungen betonen den torfigen Charakter stärker, andere sind runder und süßer. So lässt sich Highland Park je nach Anlass und persönlichem Geschmack sehr unterschiedlich erleben.

Im Vergleich zu Islay-Whiskys ist Highland Park in der Regel weniger kühl, salzig oder rauchdominant. Stattdessen steht eine Balance aus Honig, Heidekraut, Malz, Gewürzen und sanftem Rauch im Vordergrund. Genau diese Kombination macht ihn für viele Whiskytrinker interessant, die komplexe, aber nicht übermäßig aggressive Aromen schätzen. Der Stil ist oft gut zugänglich, bietet aber trotzdem genug Tiefe für erfahrene Genießer.

Zu Highland Park passen besonders herzhafte Speisen und kräftige Aromen. Gut harmonieren etwa geräucherter Fisch, Lamm, Wild, gereifter Käse oder dunkle Schokolade. Auch zu Desserts mit Nüssen, Honig oder Karamell kann er gut funktionieren. Pur getrunken zeigt er seine größte Vielschichtigkeit, mit ein paar Tropfen Wasser öffnen sich häufig zusätzliche Aromen von Vanille, Gewürzen und getrockneten Früchten.