Tirecul Lagravière (0,50 L) Monbazillac, 2002
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Tirecul Lagravière 2002 aus Monbazillac verbindet Sémillon, Muscadelle und Sauvignon Blanc mit goldener Tiefe, Frische und südwestfranzösischem Charakter.
Über den Wein
Tirecul Lagravière arbeitet in Monbazillac, im Südwesten Frankreichs, mit Blick auf ein klassisches Terroir für edelsüße Weine. Die Reben wachsen auf Ton- und Kalkböden, die der Cuvée aus Sémillon, Muscadelle und Sauvignon Blanc Struktur und Spannung geben. Bei solchen Weinen ist eine biodynamische Bewirtschaftung oft ein wichtiger Baustein, weil sie den Fokus auf lebendige Böden und gesunde Trauben legt. Gerade in einem Jahrgang wie 2002 kann die Balance zwischen Reife und Frische besonders entscheidend sein.
Die Lese erfolgt bei Monbazillac-Weinen typischerweise selektiv, damit nur Trauben mit ausreichender Konzentration und, wenn möglich, vom Edelfäule-Charakter geprägtes Lesegut in den Keller kommt. Der Ausbau in französischen Eichenbarriques bringt zusätzliche Tiefe, ohne die Frucht zu überdecken. Bei 2002 zeigt sich diese Art der Vinifikation meist in einer Verbindung aus Honig, reifer Frucht und einer fein eingebundenen, leicht würzigen Holznote. Der Stil lebt von Dichte, aber auch von genügend Säure, damit der Wein nicht schwer wirkt.
Geschmacksprofil
Im Glas zeigt sich der Tirecul Lagravière 2002 in tiefem Gold mit bernsteinfarbenen Reflexen, schon optisch ein Hinweis auf Reife und Konzentration. In der Nase entfalten sich kandierte Aprikose, Orangenmarmelade, getrocknete Früchte und Honig, dazu Vanille und ein Hauch Toast vom französischen Eichenfass. Am Gaumen wirkt der Wein reich, voll und sehr geschmeidig, mit viel Substanz und einer Säure, die die Süße elegant auffängt. Der 2002er bleibt lang, komplex und warm im Nachhall, mit einer Balance, die ihn jetzt schön zugänglich macht und gleichzeitig noch Reserven hat.
Essen & Servieren
Zu Tirecul Lagravière 2002 passt alles, was Süße, Salz und Cremigkeit klug verbindet. Besonders schön ist er zu einer Tarte Tatin, zu Aprikosenclafoutis oder zu einem klassischen Crème brûlée, weil die Karamell- und Vanillenoten des Weins dort natürlich anschließen. Auch zu Blauschimmelkäse oder gereiftem Comté funktioniert der Sémillon-Muskadelle-Sauvignon-Blanc-Cuvée aus Monbazillac hervorragend, da die Säure die Intensität des Käses ordnet. Als regionale Empfehlung bietet sich Foie gras an, serviert mit Brioche und etwas Fruchtkompott, ganz klassisch im Südwesten Frankreichs. Wer es etwas moderner mag, kombiniert ihn mit einer Birnentarte oder mit Aprikosen und Mandeln, und der 2002er bleibt dabei stets präzise genug, um nicht ermüdend zu wirken.
Produzent
Tirecul Lagravière ist ein bedeutender Name in Monbazillac und steht für einen Stil, der die Süße des Gebietes ernst nimmt, ohne auf Frische und Herkunft zu verzichten. Das Gut liegt im Südwesten Frankreichs, in einer Region, die für edelsüße Weine aus Sémillon, Muscadelle und Sauvignon Blanc seit Langem bekannt ist. Im Mittelpunkt steht die sorgfältige Arbeit im Weinberg, oft in biodynamischer Ausrichtung, damit die Trauben gesund und aromatisch konzentriert gelesen werden können. Die Weine wirken dadurch nicht nur opulent, sondern auch klar konturiert und terroirgeprägt.
Mit Tirecul Lagravière verbindet man vor allem die Arbeit von Catherine und Jean-Luc Théule, die das Gut geprägt und Monbazillac international sichtbarer gemacht haben. Catherine Théule ist als Winzerin und zentrale Stimme des Hauses eng mit der stilistischen Entwicklung verbunden, während Jean-Luc Théule das Profil der Weine mit aufgebaut hat. Ihre Handschrift zeigt sich in Weinen, die nicht auf bloße Süße setzen, sondern auf Spannung, Textur und lange Entwicklung. Gerade bei einem Jahrgang wie 2002 wird deutlich, wie gut diese Philosophie trägt: Der Wein ist reif, konzentriert und komplex, aber nie plump. Genau darin liegt der Reiz von Tirecul Lagravière, denn die Weine bleiben eigenständig, seriös und sehr präzise im Ausdruck des Monbazillac.
| Kategorie | Dessertwein |
| Hersteller | Tirecul La Gravière |
| Jahrgang | 2002 |
| Land | Frankreich |
| Region | Südwestfrankreich |
| Bezirk | Monbazillac |
| Rebsorte | Sémillon, Muscadelle, Sauvignon Blanc |
| Alkoholgehalt | 13,0 % |
| Inhalt | 500 ml |
| Bodentyp | Lehm, Kalkstein |
| Reifung | In französischen Eichenfässern gereift |
| Restzucker | süß |
| Geschmacksnoten | Aprikose, Honig, Trockenfrüchte, Vanille, Backgewürze |
| Verkostungsnotizen | Tief goldene Farbe mit bernsteinfarbenen Nuancen; Aromen von kandierter Aprikose, Honig und Trockenfrüchten mit Anklängen von Vanille und Backgewürzen. Am Gaumen üppig und opulent mit konzentrierter Süße, ausbalanciert durch lebendige Säure, was in einen langen, komplexen Abgang mündet. |
| Passt zu | Foie gras, gereifter Käse, Dessert, Schokolade |
| Trinkfenster | 2025-2035 |
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