Domaine Leroy ist das Weingut von Lalou Bize-Leroy, einer der prägendsten Persönlichkeiten des Burgunds. Seit 1988 erzeugt sie hier ausschließlich Weine aus eigenen, biodynamisch bewirtschafteten Lagen, von Savigny-lès-Beaune bis zu den Grands Crus der Côte de Nuits. Die Flaschen gehören zu den gesuchtesten Rotweinen aus Burgund.
Lalou Bize-Leroy und die Geschichte der Domaine Leroy
Die Wurzeln reichen bis 1868 zurück, als François Leroy in Auxey-Duresses ein Handelshaus gründete, die heutige Maison Leroy. 1942 erwarb die Familie die Hälfte der Domaine de la Romanée-Conti, und Lalou Bize-Leroy leitete die DRC von 1974 bis 1992 gemeinsam mit Aubert de Villaine. 1988 kaufte sie die Domaine Charles Noëllat in Vosne-Romanée und die Weinberge von Philippe Rémy in Gevrey-Chambertin. Daraus entstand die Domaine Leroy, die heute rund 22 Hektar umfasst, darunter neun Grands Crus.
Biodynamischer Weinbau und Pinot Noir von großer Dichte
Die Domaine wird seit 1988 biodynamisch bewirtschaftet und gilt damit als eine der Pionierinnen dieser Methode im Burgund. Die Erträge sind bewusst sehr niedrig, gelesen wird von Hand. Das Ergebnis ist ein Pinot Noir mit Konzentration, reifer Frucht und seidiger Textur, der in großen Jahrgängen viele Jahre Flaschenreife verträgt. Jede Lage wird getrennt ausgebaut und abgefüllt, damit die Unterschiede zwischen den Terroirs deutlich bleiben.
Domaine Leroy Grands Crus aus Gevrey-Chambertin, Morey und Vougeot
In Gevrey-Chambertin besitzt die Domaine Parzellen im Chambertin und im Latricières-Chambertin, beide stammen aus dem Kauf von 1988. Der Chambertin ist kraftvoll und tief, der Latricières etwas feiner und würziger. Gleich nebenan in Morey-Saint-Denis liegt der Clos de la Roche mit seiner kühlen, mineralischen Art, und im Clos de Vougeot entsteht ein dichter, dunkelfruchtiger Grand Cru. Aus Chambolle-Musigny kommt die Dorflage Les Fremières, ein duftiger und eleganter Wein, der die zarte Seite der Domaine zeigt.
Domaine Leroy an der Côte de Beaune: Savigny, Pommard und Volnay
Auch an der Côte de Beaune hält die Domaine einige Lagen. Der Savigny-lès-Beaune 1er Cru Les Narbantons ist oft der zugänglichste Weg in die Welt der Domaine, mit roter Frucht und feinem Tannin. Der Pommard Les Vignots wirkt kräftiger und erdiger, während der Volnay 1er Cru Santenots du Milieu (die Lage liegt auf dem Gemeindegebiet von Meursault) Eleganz und Struktur verbindet.
Häufig gestellte Fragen zu Domaine Leroy
Was ist der Unterschied zwischen Domaine Leroy und Maison Leroy?
Die Domaine Leroy füllt nur Weine aus eigenen Weinbergen ab, auf dem Etikett steht „Domaine Leroy“. Die Maison Leroy ist das Handelshaus der Familie: Sie wählt fertige Weine aus ganz Burgund aus, lässt sie im eigenen Keller reifen und bringt sie unter dem Namen „Leroy“ auf den Markt. Auf dieser Seite finden Sie die Weine der Domaine.
Wer ist Lalou Bize-Leroy?
Lalou Bize-Leroy wurde 1932 geboren und ist die Tochter von Henri Leroy. Sie führte die Maison Leroy, leitete fast zwei Jahrzehnte lang die Domaine de la Romanée-Conti mit und gründete 1988 die Domaine Leroy. Außerdem gehört ihr die kleine Domaine d'Auvenay.
Ist Domaine Leroy biodynamisch?
Ja. Seit der Gründung 1988 werden alle Weinberge der Domaine biodynamisch bewirtschaftet, ohne synthetische Pflanzenschutzmittel.
Wie lange kann man Weine der Domaine Leroy lagern?
Die Grands Crus aus guten Jahrgängen entwickeln sich über zwanzig Jahre und länger. Dorfweine und Premiers Crus wie Les Narbantons oder Les Fremières sind früher zugänglich, gewinnen aber ebenfalls durch einige Jahre Reife.
Wozu passen die Rotweine der Domaine Leroy?
Zu gebratenem Geflügel, Ente, Wild, Kalb mit Pilzen oder gereiftem Käse. Die großen Grands Crus trinkt man am besten zu schlichten Gerichten, damit der Wein im Mittelpunkt steht.