Islay ist die Insel im Südwesten Schottlands, deren Whisky nach Torfrauch, Seetang und salziger Meeresluft schmeckt. Hier finden Sie Islay Whisky von Laphroaig, Ardbeg, Bowmore, Caol Ila, Bunnahabhain und Bruichladdich mit Port Charlotte und Octomore, dazu unabhängige Abfüllungen von Gordon & MacPhail, James Eadie und Samaroli.
Was einen Whisky zum Islay Single Malt macht
Islay ist eine der fünf geschützten Whiskyregionen der Scotch Whisky Regulations 2009, neben Highlands, Lowlands, Speyside und Campbeltown, und nur auf der Insel destillierter Whisky darf den Namen tragen. Ein Single Malt besteht ausschließlich aus gemälzter Gerste, wird in Pot Stills einer einzigen Brennerei destilliert und reift mindestens drei Jahre in Eichenfässern in Schottland. Ein Blended Malt wie Big Peat oder Pride of Islay vermählt Single Malts mehrerer Brennereien der Insel.
Torfrauch und Meeresluft: so schmeckt Islay Whisky
Der Rauch stammt vom Torf, über dem die gemälzte Gerste getrocknet wird. Mehr Torfrauch bedeutet mehr Phenole, gemessen in ppm (parts per million). Typisch für die Insel ist ein kräftiger, rauchiger und öliger Whisky mit einem Hauch von Salz und Seetang. Laphroaig und Ardbeg an der Südostküste brennen einige der rauchigsten Malts, auch Caol Ila ist deutlich torfig, Bowmore liegt in der Mitte, Bunnahabhain ist leichter und Bruichladdich macht sowohl ungetorften als auch extrem rauchigen Whisky.
Die Brennereien hinter dem Islay Whisky
Laphroaig
Laphroaig wurde 1815 von den Brüdern Donald und Alexander Johnston gegründet und mälzt noch heute einen Teil seiner Gerste auf der eigenen Tenne. 1994 erhielt die Brennerei einen Royal Warrant vom Prince of Wales. Der 10 Year Old ist der Klassiker mit medizinischem Rauch und Seetang, Quarter Cask und 10 Year Old Cask Strength sind kräftiger, Lore und Select Oak zeigen die weichere Seite. Dazu kommen gereifte Abfüllungen mit 18, 25, 30 und 36 Jahren.
Ardbeg und Bowmore
Ardbeg, gegründet 1815, steht für intensiven Rauch mit süßer Zitrusfrucht. Wee Beastie ist jung und wild, Ardbeg Ten das Rückgrat des Hauses, An Oa runder. Bowmore von 1779 ist die älteste Brennerei der Insel und brennt einen mittelstark getorften Malt. Die Sherry Oak Cask Reihe mit 12, 15, 18 und 21 Jahren legt Trockenfrucht über den Rauch.
Bruichladdich, Port Charlotte und Octomore
Bruichladdich wurde 1881 gebaut und 2001 als unabhängige Brennerei wiedereröffnet. Sie macht drei Stile: ungetorften Bruichladdich wie Classic Laddie, Bere Barley und Islay Barley, stark getorften Port Charlotte mit 40 ppm und Octomore, laut Brennerei der am stärksten getorfte Single Malt der Welt.
Caol Ila und Bunnahabhain
Caol Ila, gegründet 1846, brennt einen klaren, rauchigen Malt, hier als Caol Ila 12 Y.O. und in vielen Einzelfässern. Bunnahabhain von 1881 ist der milde Nachbar, der Stiùireadair zeigt die sanfte Seite der Insel.
Unabhängige Abfüllungen von der Insel
Gordon & MacPhail füllt Jahrgänge wie Caol Ila 1988 und Bruichladdich 1990 in der Connoisseurs Choice ab, James Eadie Einzelfässer von Caol Ila, und Samaroli hat einen eigenen Caol Ila von 2007. Elements of Islay, Port Askaig 8 Years und Finlaggan Old Reserve sind weitere Abfüllungen von der Insel.
Islay Whisky zum Essen
Ein rauchiger Islay Malt passt zu Räucherlachs, Austern und Räucheraal und hält auch Blauschimmelkäse und dunkler Schokolade stand. Bowmore und Bunnahabhain sind leichter und begleiten gereiften Hartkäse.
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Häufige Fragen zu Islay Whisky
Ist jeder Islay Whisky rauchig?
Nein. Die meisten Brennereien verwenden getorfte Gerste, aber der Grad schwankt stark. Laphroaig und Ardbeg sind kräftig rauchig, Bowmore mittel, Bunnahabhain leicht, und Bruichladdich macht auch ungetorften Whisky.
Mit welchem Islay Whisky sollte ich anfangen?
Bowmore 12 Year Old oder Bruichladdich Classic Laddie sind ein sanfter Einstieg. Wer den klassischen Rauch sucht, greift zu Laphroaig 10 Year Old oder Ardbeg Ten.
Was unterscheidet Islay Whisky von Speyside Whisky?
Islay steht für Torfrauch, Salz und Seetang, Speyside meist für fruchtige Malts ohne Rauch mit Apfel, Honig und Sherryfass.
Was bedeutet ppm bei rauchigem Whisky?
Ppm gibt den Phenolgehalt der über Torf getrockneten Gerste an. Ein hoher Wert bringt mehr Rauch, doch Fass und Alter machen ihn mit der Zeit weicher.