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Schottischer Whisky ist der Maßstab, an dem sich alle anderen messen lassen müssen. Von den weichen Sherryfass-Malts aus der Speyside bis zum rauchigen Torf von Islay finden Sie hier unsere Auswahl an Scotch, mit einem Schwerpunkt auf unabhängigen Abfüllungen.

Was Scotch Whisky rechtlich ausmacht

Scotch ist kein Stilbegriff, sondern eine geschützte Herkunftsbezeichnung. Der Whisky muss in Schottland destilliert und dort mindestens drei Jahre in Eichenfässern gereift sein. Alles andere darf sich nicht so nennen, egal wie schottisch es schmeckt.

Die Scotch Whisky Regulations von 2009 legen außerdem fünf Regionen fest: Lowland, Highland, Speyside, Islay und Campbeltown. Jede ist als geografische Angabe geschützt, und eine Brennerei darf ihre Region nur dann auf das Etikett schreiben, wenn sie auch dort steht.

Die fünf Regionen und was sie unterscheidet

Speyside und Highland

Die Speyside liegt im Nordosten innerhalb der Highland-Region und beherbergt die größte Dichte an Brennereien des Landes. Der Stil gilt als fruchtig und zugänglich, oft mit Sherryfassreifung. Die Highlands selbst sind zu groß für ein einheitliches Profil und reichen von leicht und blumig bis kräftig und salzig.

Islay, Campbeltown und die Lowlands

Islay, die südlichste der Inneren Hebriden, steht für Torfrauch, Jod und Seeluft. Es ist der polarisierendste Stil im Scotch und für viele der Einstieg in die Leidenschaft. Campbeltown auf der Halbinsel Kintyre war einst die Whiskyhauptstadt der Welt und ist heute mit wenigen Brennereien eine Nische mit maritimem, öligem Charakter. Die Lowlands liefern die leichtesten Malts.

Eine Einschränkung ist wichtig: Die Regionen sagen, wo destilliert wurde, nicht wie es schmeckt. Es gibt ungetorfte Islay-Malts und rauchige Speysides. Nutzen Sie die Herkunft als Wegweiser, nicht als Garantie.

Unabhängige Abfüller als Schwerpunkt unserer Auswahl

Ein großer Teil unseres Sortiments stammt von unabhängigen Abfüllern statt von den Brennereien selbst. Gordon & MacPhail ist das bekannteste Haus dieser Art und lagert Fässer teils über Jahrzehnte, bevor sie abgefüllt werden. James Eadie steht für kleinere Einzelfassabfüllungen mit ausgewiesener Fassart.

Dazu kommen Originalabfüllungen von Loch Lomond, Glen Scotia aus Campbeltown, Highland Park von Orkney und Glencadam aus den östlichen Highlands. Wer gezielt sucht, findet bei uns auch Macallan. Unabhängige Abfüllungen sind oft der günstigere Weg zu alten Jahrgängen, weil der Markenaufschlag fehlt.

Häufige Fragen zu schottischem Whisky

Was ist der Unterschied zwischen Whisky und Whiskey?

Eine Frage der Schreibweise nach Herkunft. Schottland und Japan schreiben Whisky ohne e, Irland und die USA meist Whiskey. Am Produkt selbst ändert das nichts.

Was bedeutet Single Malt?

Single Malt bedeutet: aus gemälzter Gerste, in einer einzigen Brennerei destilliert. Blended Whisky mischt Malt- und Getreidewhisky mehrerer Brennereien. Single Cask geht noch einen Schritt weiter und stammt aus einem einzigen Fass.

Was sagt die Altersangabe aus?

Sie nennt immer das Alter des jüngsten enthaltenen Whiskys. Ein Zwölfjähriger kann also auch deutlich ältere Anteile enthalten. Ohne Altersangabe abgefüllte Whiskys tragen die Bezeichnung No Age Statement.

Wie trinkt man Scotch am besten?

Bei Zimmertemperatur in einem tulpenförmigen Glas. Ein paar Tropfen Wasser sind kein Frevel, sondern öffnen bei fassstarken Abfüllungen die Aromen. Eis dämpft dagegen fast alles.

Was kostet ein guter schottischer Whisky?

Bei uns beginnt die Auswahl im mittleren zweistelligen Bereich für solide Standardabfüllungen. Zwischen 80 und 200 Euro liegt der Großteil der unabhängigen Einzelfassabfüllungen, und nach oben sind bei alten Jahrgängen kaum Grenzen gesetzt. Weitere braune Spirituosen finden Sie unter Whisky, Cognac und Spirituosen.