Pierre-Yves Colin-Morey steht für präzise, gespannte Weißweine aus Burgund, vor allem aus Saint-Aubin, Chassagne-Montrachet und den Nachbardörfern der Côte de Beaune. Hier finden Sie seine Weine vom Aligoté bis zum Chevalier-Montrachet Grand Cru.
Pierre-Yves Colin-Morey: vom Weingut Marc Colin zum eigenen Namen
Pierre-Yves Colin ist der älteste Sohn von Marc Colin und machte ab 1994 die Weine des Familienguts Marc Colin et Fils. 2001 gründete er zusammen mit seiner Frau Caroline Morey, Tochter von Jean-Marc Morey aus Chassagne, das kleine Handelshaus Colin-Morey. Nach der Lese 2005 verließ er das väterliche Gut und nahm seinen Anteil von sechs Hektar Reben mit. Seitdem tragen eigene Lagen und zugekaufte Trauben dasselbe Etikett, ohne dass zwischen beiden unterschieden wird. Caroline Morey führt seit 2014 ein eigenes Weingut unter ihrem Namen, das von Colin-Morey getrennt ist.
Der Stil: gespannter Chardonnay aus 350-Liter-Fässern
Colin-Morey baut seine Weißweine in 350-Liter-Fässern von François Frères und Chassin aus, etwa ein Drittel davon neu. Das größere Fass gibt weniger Holz an den Wein ab als die klassische Pièce mit 228 Litern. Die Hefe wird nicht mehr aufgerührt, und der Keller wird nicht mehr beheizt, um die malolaktische Gärung anzuregen. Die Saint-Aubin-Weine kommen vor der nächsten Lese auf die Flasche, die übrigen bleiben bis zu 18 Monate auf der Hefe. Die Korken sind unter einer Wachskapsel verschlossen, auch das eine Antwort auf das Problem der vorzeitigen Oxidation bei Burgunds Weißweinen.
Lange war Colin-Morey für eine kräftige Feuersteinnote aus reduktivem Ausbau bekannt. Diese ist in den letzten Jahrgängen zurückhaltender geworden, ohne dass die Weine an Spannung verloren haben. Pierre-Yves selbst sagt über den Lesezeitpunkt, er wolle Spannung, aber keine Magersucht. Das Ergebnis sind straffe, mineralische Chardonnays mit Zitrus, weißen Blüten und einer salzigen Länge.
Saint-Aubin, Santenay und Chassagne: die Weine von Pierre-Yves Colin-Morey
Saint-Aubin ist das Herz des Weinguts. Zu den Premiers Crus La Chatenière und Les Champlots kommen der Saint-Aubin Le Banc und die Cuvée Hommage à Marguerite. In Santenay füllt Colin-Morey die weißen Premiers Crus La Comme und Rousseau sowie den Santenay Comme Dessus ab, außerdem einen roten Santenay 1er Cru Les Gravières aus Pinot Noir. Aus Pernand-Vergelesses kommen der Premier Cru Sous Frétille und Les Belles Filles.
Aus Chassagne-Montrachet kommt der Premier Cru Les Baudines. Die Spitze bildet der Chevalier-Montrachet Grand Cru, gelegen oberhalb des Montrachet im Gebiet von Puligny-Montrachet. Als Einstieg eignen sich der Aligoté und der Bourgogne Hautes-Côtes de Beaune Au Bout du Monde, die den Hausstil schon gut zeigen.
Colin-Morey zum Essen und zum Lagern
Ein junger Saint-Aubin oder Aligoté passt zu Austern, Jakobsmuscheln, gebratenem Zander und Ziegenkäse. Die Premiers Crus aus Chassagne und Santenay vertragen Kalbfleisch, Geflügel in Rahmsauce oder Hummer. Der rote Santenay begleitet Ente und Pilzgerichte. Die Premiers Crus und den Grand Cru sollten Sie einige Jahre liegen lassen und vor dem Servieren kurz belüften, da sich die reduktive Note an der Luft öffnet. Weitere große Namen der Côte de Beaune finden Sie in unserer Auswahl aus Burgund.
Häufige Fragen zu Pierre-Yves Colin-Morey
Wer ist Pierre-Yves Colin-Morey?
Pierre-Yves Colin ist der älteste Sohn von Marc Colin aus Saint-Aubin. Mit seiner Frau Caroline Morey gründete er 2001 Colin-Morey und arbeitet seit 2006 mit eigenen Reben und zugekauften Trauben.
Ist Colin-Morey dasselbe wie Domaine Caroline Morey?
Nein. Caroline Morey führt seit 2014 ein eigenes Weingut. Colin-Morey ist das Haus von Pierre-Yves.
Macht Pierre-Yves Colin-Morey auch Rotwein?
Ja, in kleinem Umfang, zum Beispiel den Santenay 1er Cru Les Gravières aus Pinot Noir. Der Schwerpunkt liegt klar auf Chardonnay.
Warum haben die Flaschen eine Wachskapsel?
Das Wachs über dem Korken soll den Wein besser vor Sauerstoff schützen. Es ist Teil der Maßnahmen, mit denen Colin-Morey der vorzeitigen Oxidation begegnet.