Exklusiv

Kostenloser Versand nach Deutschland und Österreich.

Bourbon Whiskey: Amerikas eigener Whiskey-Stil

Bourbon ist der Whiskey, der in einem Glas nach Amerika schmeckt: Vanille, Karamell, geröstete Eiche, dazu die runde Süße von Mais. Er ist ein amerikanisches Original, gesetzlich geschützt und nur in den USA herstellbar. Rund 95 Prozent der weltweiten Produktion stammen nach Angaben der Kentucky Distillers' Association aus Kentucky, doch Bourbon darf überall in den Vereinigten Staaten gebrannt werden, und gerade kleinere Brennereien in Illinois, Missouri oder New York zeigen heute, wie viel Bandbreite in der Kategorie steckt.

Woher der Name stammt, ist bis heute nicht ganz geklärt. Die bekannteste Erklärung verweist auf Bourbon County in Kentucky, Historiker bringen aber auch die Bourbon Street in New Orleans ins Spiel, wo Whiskey aus Kentucky im 19. Jahrhundert gut verkauft wurde. Beide gehen letztlich auf das französische Königshaus der Bourbonen zurück.

Was macht einen Bourbon zum Bourbon?

Die Regeln sind streng und klar. Die Maische muss zu mindestens 51 Prozent aus Mais bestehen, der Rest ist meist Roggen, Weizen und gemälzte Gerste. Gebrannt wird auf höchstens 80 Prozent Alkohol, gereift ausschließlich in neuen, innen ausgebrannten Eichenfässern, abgefüllt mit mindestens 40 Prozent. Farbstoff oder Aromen sind tabu. Gerade das frische, verkohlte Fass prägt den Stil: Es gibt dem Destillat schnell Farbe, Vanille und Karamell, weshalb gebrauchte Bourbonfässer später so gefragt sind, etwa für schottischen Whisky.

Straight Bourbon ist mindestens zwei Jahre gereift und ohne Zusätze; liegt er unter vier Jahren, muss das Alter auf dem Etikett stehen. Ein hoher Roggenanteil (high rye) bringt Pfeffer und Würze, Weizen statt Roggen (wheated) macht den Bourbon weicher und runder.

Von Kentucky bis Kansas City: Bourbon im Sortiment

Die Klassiker kommen aus Kentucky. Buffalo Trace aus Frankfort steht für einen ausgewogenen, honigsüßen Bourbon mit Noten von Vanille und Toffee, Jim Beam aus Clermont ist einer der bekanntesten Namen der Kategorie und ein unkomplizierter Einstieg, gerade für Highballs.

Spannend wird es abseits von Kentucky. FEW Spirits brennt in Evanston bei Chicago, ausgerechnet in der Stadt, die über ein Jahrhundert lang trocken war. Der Name ist eine augenzwinkernde Verbeugung vor Frances Elizabeth Willard, der Galionsfigur der Abstinenzbewegung. Der FEW Bourbon setzt auf einen deutlichen Roggenanteil und zeigt Toffee, Nelke und Vanille. J. Rieger & Co. wurde 1887 in Kansas City gegründet, durch die Prohibition geschlossen und 2014 wiederbelebt; der Rieger's Straight Bourbon ist würzig und kraftvoll. Widow Jane aus Brooklyn schließlich verschneidet für seinen zehnjährigen Bourbon Straight Bourbons aus Kentucky, Indiana und Tennessee und setzt ihn mit kalkhaltigem Wasser aus den Rosendale-Minen im Staat New York auf Trinkstärke.

Bourbon genießen: pur, on the rocks oder im Cocktail

Ein guter Bourbon verdient es, zuerst pur probiert zu werden, gern mit ein paar Tropfen Wasser, die Vanille und Frucht öffnen. Auf Eis wird er runder, und in Cocktails ist er unersetzlich: Old Fashioned, Whiskey Sour, Manhattan und Mint Julep sind ohne ihn kaum denkbar. Zum Essen passt Bourbon zu Barbecue, Pulled Pork, gegrilltem Rind, Pekannusskuchen und dunkler Schokolade. Wer die Unterschiede zu anderen Stilen erkunden möchte, findet in unserer Whisky-Auswahl auch irischen Whiskey und japanischen Whisky.

Häufige Fragen zu Bourbon

Was ist Bourbon?

Bourbon ist amerikanischer Whiskey aus mindestens 51 Prozent Mais, gereift in neuen, ausgebrannten Eichenfässern. Er schmeckt meist süßer und vanilliger als Scotch.

Was ist der Unterschied zwischen Bourbon und Whisky?

Bourbon ist eine Whiskey-Art. Schottischer Single Malt besteht aus gemälzter Gerste und reift meist in gebrauchten Fässern, Bourbon basiert auf Mais und reift immer in neuen Fässern. Das macht ihn kräftiger in Vanille und Karamell.

Ist Tennessee Whiskey ein Bourbon?

Tennessee Whiskey erfüllt in der Regel die Bourbon-Regeln, wird aber zusätzlich vor der Reifung durch Ahornholzkohle gefiltert und trägt bewusst seinen eigenen Namen. Wir führen ihn deshalb nicht unter Bourbon.

Hat Bourbon-Vanille etwas mit Bourbon Whiskey zu tun?

Nein. Bourbon-Vanille ist nach der Île Bourbon benannt, dem früheren Namen der Insel La Réunion im Indischen Ozean. Mit Whiskey hat sie nur die Aromen gemeinsam, die das neue Eichenfass dem Bourbon schenkt.