Exklusiv

Kostenloser Versand nach Deutschland und Österreich.

Lambrusco: der perlende Rotwein aus der Emilia

Lambrusco ist einer der eigenständigsten Weine Italiens: rot, leicht prickelnd, saftig und mit einer Säure, die nach dem nächsten Bissen verlangt. Zu Hause ist er in der Emilia-Romagna, rund um Modena, Reggio Emilia und Parma, dazu kommt mit dem Lambrusco Mantovano ein kleiner Zipfel der Lombardei. Schon die Etrusker kultivierten die Rebe, und in römischer Zeit lobte Cato der Ältere ihre Ertragskraft.

Lambrusco ist kein einzelner Wein, sondern eine ganze Familie. Der Name steht für eine Gruppe verwandter Rebsorten und für mehrere DOC-Gebiete, darunter Lambrusco di Sorbara, Lambrusco Grasparossa di Castelvetro, Lambrusco Salamino di Santa Croce, Reggiano Lambrusco und Modena Lambrusco. Wer einmal einen ernsthaften, trockenen Lambrusco im Glas hatte, sieht in ihm keinen Partywein mehr, sondern einen der besten Essensbegleiter, die Italien zu bieten hat.

Sorbara, Grasparossa, Salamino: die wichtigsten Lambrusco-Sorten

Lambrusco di Sorbara gilt vielen als die feinste Spielart. Die Weine sind besonders duftig, mit Noten von Veilchen, Walderdbeere und Johannisbeere und einer straffen, fast zitrischen Säure. Aus Sorbara kommen im Sortiment etwa die Weine von Cantina della Volta, Cavicchioli, Paltrinieri und der Cantina di Carpi e Sorbara.

Lambrusco Grasparossa aus den Hügeln um Castelvetro südlich von Modena ist das Gegenstück: tief violett, kräftiger, mit spürbarem Tannin und dunkler Kirschfrucht. Zanasi und Corte Manzini stehen für diesen Stil. Lambrusco Salamino ist die am weitesten verbreitete Sorte, saftig und fruchtbetont, und wird gern mit den anderen verschnitten. Daneben gibt es weitere Sorten wie Maestri und Marani.

Lambrusco trocken oder lieblich: Stile und Herstellung

Auf dem Etikett verrät die Geschmacksangabe, was im Glas wartet: secco ist trocken, amabile halbtrocken bis lieblich, dolce süß. Lange prägten vor allem süße Exportweine das Bild, heute zeigen viele Erzeuger, wie präzise und trocken Lambrusco sein kann.

Die meisten Lambrusco erhalten ihre Perlage durch eine zweite Gärung im Drucktank. Die traditionelle Alternative ist die Flaschengärung nach der alten Methode (rifermentato in bottiglia): Der Wein wird nicht degorgiert, bleibt auf seiner Hefe und ist oft leicht trüb. Camillo Donati aus der Provinz Parma ist einer der Winzer, die diesen Stil wiederbelebt haben. Seltener, aber spannend sind Lambrusco im Metodo Classico, also mit Flaschengärung und Degorgieren wie beim Champagner, eine Spezialität von Cantina della Volta. Auch die Spumanti von Lusvardi und Cantine Ceci, dem Haus hinter dem dunklen Otello, zeigen, wie vielseitig die Rebe als Schaumwein ist, ob rot oder als Rosé.

Lambrusco zum Essen: Mortadella, Parmigiano und Tortellini

Lambrusco ist für die Küche seiner Heimat gemacht. Kohlensäure und Säure schneiden durch Fett und Salz, die Frucht hält würzigen Aromen stand. Klassisch sind Mortadella, Prosciutto di Parma, Culatello, gereifter Parmigiano Reggiano, Tortellini in Brodo, Lasagne, Cotechino oder Zampone. Auch zu Pizza, Burger oder Grillwürsten ist ein trockener Lambrusco oft die bessere Wahl als ein schwerer Rotwein. Servieren Sie ihn kühl, bei etwa 10 bis 12 Grad, in einem normalen Weinglas statt in der Flöte.

Häufige Fragen zu Lambrusco

Was ist Lambrusco?

Lambrusco ist ein meist roter, perlender Wein aus der Emilia-Romagna und der Gegend um Mantua, gekeltert aus der gleichnamigen Rebsortenfamilie. Er kann trocken, lieblich oder süß ausgebaut sein.

Ist Lambrusco ein Rotwein oder ein Schaumwein?

Beides. Lambrusco wird aus roten Trauben gemacht und ist meist leicht prickelnd (frizzante), manchmal auch voll schäumend (spumante). Es gibt außerdem Rosé und, aus weiß gekeltertem Most, sogar weißen Lambrusco.

Wie viel Alkohol hat Lambrusco?

Lambrusco ist meist leichter als ein stiller Rotwein. Trockene Versionen liegen oft um 11 Prozent, süße darunter, weil ein Teil des Zuckers unvergoren bleibt.

Was ist der Unterschied zwischen Lambrusco und Prosecco?

Prosecco ist ein weißer Schaumwein aus Venetien und Friaul, gekeltert aus der Glera-Traube. Lambrusco ist überwiegend rot, hat mehr Gerbstoff und dunkle Beerenfrucht und gehört eher an den Esstisch als zum Aperitif.