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Schweizer Wein: kleine Mengen aus sechs Weinregionen

Die Schweiz hat rund 14.600 Hektar Reben, verteilt auf sechs Regionen: Wallis, Waadt, Genf, Tessin, die Drei-Seen-Region und die Deutschschweiz. Das Wallis stellt etwa ein Drittel der Rebfläche, die Waadt rund ein Viertel. Nur ein kleiner Teil der Ernte verlässt das Land, deshalb sind Schweizer Weine im Ausland selten zu finden. Wer einmal einen Cornalin aus dem Wallis oder einen Pinot Noir aus Graubünden im Glas hatte, versteht, warum sich die Suche lohnt.

Auf dieser Seite finden Sie alles, was aus der Schweiz kommt: Rotwein, Weißwein und Schaumwein, dazu Absinth, Liköre, Bitter und Wermut. Die Weine stehen im Mittelpunkt, die Spirituosen zeigen eine zweite, ebenso eigenständige Seite des Landes.

Schweizer Rotwein: Pinot Noir aus Graubünden und Walliser Spezialitäten

In der Bündner Herrschaft rund um Fläsch, Maienfeld, Jenins und Malans wird Pinot Noir angebaut, der sich mit gutem Burgund messen lässt. Martha und Daniel Gantenbein keltern in Fläsch seit 1982 einen der gesuchtesten Pinot Noir des Landes, mit feinen Tanninen und kühler Frucht. Ganz in der Nähe arbeitet die Familie Davaz, deren Uris Pinot Noir die gleichen Böden und den warmen Föhn der Bündner Herrschaft spiegelt. Aus Jenins kommt der Pinot Noir Monolith von Weingut Obrecht.

Das Wallis zeigt eine ganz andere Seite. Jean-René Germanier aus Vétroz, wo die Familie seit 1896 Wein macht, keltert Cornalin und Humagne Rouge, zwei rote Walliser Spezialitäten, dazu Syrah, der im warmen Rhonetal überraschend gut gedeiht. Auch Château Constellation ist mit einem Pinot Noir aus dem Wallis vertreten.

Schweizer Weißwein, Schaumwein und alpine Frische

Beim Weißwein lohnt sich der Blick auf Petite Arvine, die Signatursorte des Wallis: salzig, nach Grapefruit und Rhabarber duftend, mit lebhafter Säure. Germanier füllt eine Petite Arvine, Château Constellation einen Johannisberg de Chamoson. Johannisberg ist der Walliser Name für Silvaner, und in Chamoson bringt er volle, runde Weißweine hervor. Aus Graubünden kommen Chardonnay und Pinot Gris von Davaz und ein Chardonnay von Obrecht aus Jenins. Ein Sauvignon Blanc vom Weingut Riehen zeigt, dass sogar im Kanton Basel-Stadt Reben stehen. Mehr Weißwein aus aller Welt finden Sie unter Weißwein.

Aus dem Tessin, wo Merlot über achtzig Prozent der Rebfläche einnimmt, kommt mit Delea Charme Spumante Brut ein frischer Schaumwein. Die Lionel Messi Collection von MM Winemaker bringt einen Johannisberg und einen schäumenden Pinot Noir Rosé.

Absinth, Bitter und Liköre aus der Schweiz

Absinth stammt aus dem Val-de-Travers im Kanton Neuenburg. 1910 wurde er in der Schweiz verboten, seit 2005 ist er wieder legal. Kallnacher Blanc ist ein klarer Absinth im Stil der Zeit vor dem Verbot, gebrannt in Kallnach bei Bern. La Clandestine VSO Barrique reift dagegen im Holzfass. Beide finden Sie auch auf unserer Seite für Absinth.

Aus der Brennerei in Kallnach stammt auch Gran Classico Bitter von Tempus Fugit, gebaut auf einem Turiner Rezept aus dem 19. Jahrhundert, das die Brennerei in den 1920er Jahren kaufte. Daneben stehen der Kina L'Aéro d'Or, der Fernet del Frate Angelico und eine Reihe klassischer Crème-Liköre (Cacao, Menthe Glaciale, Banane, Noyaux, Moka, Violette) für klassische Cocktails. Mehr davon unter Likör. Matter Ginger und der Vermouth Bianco Formula von O. Matter runden die Auswahl ab.

Häufige Fragen zu Schweizer Wein

Welcher Wein passt zu Käsefondue und Raclette?

Traditionell ein trockener, frischer Weißwein aus dem Wallis oder der Waadt. Ein Johannisberg aus Chamoson oder ein Chardonnay aus Graubünden passt gut, weil die Säure den geschmolzenen Käse leichter macht. Wer Rot möchte, greift zu einem leichten Pinot Noir.

Was sind die wichtigsten Rebsorten der Schweiz?

Pinot Noir ist die meistangebaute rote Sorte, Chasselas die wichtigste weiße. Dazu kommen Merlot im Tessin und Walliser Spezialitäten wie Petite Arvine, Cornalin und Humagne Rouge.

Warum ist Schweizer Wein im Ausland so selten?

Die Rebfläche ist klein, viele Lagen sind steil und werden von Hand bearbeitet, und die Schweizer trinken den größten Teil ihres Weins selbst. Für den Export bleibt deshalb nur wenig übrig.

Ist Schweizer Absinth etwas Besonderes?

Das Val-de-Travers gilt als Geburtsort des Absinths, und während des fast hundertjährigen Verbots wurde dort heimlich weiter gebrannt. Aus dieser Zeit stammt der Name La Bleue für klaren Schweizer Absinth, wie ihn Kallnacher Blanc verkörpert.