Hermitage Rouge Le Meal Faurie Bernard Hermitage, 1995
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Beschreibung
Bernard Faurie Hermitage Syrah 1995 aus der Rhône zeigt Tiefe, Würze und die kühle Kraft großer Nordrhône-Lagen mit viel Herkunft.
Über den Wein
Syrah aus Hermitage gehört zu den eindrucksvollsten roten Weinen der Rhône, und Bernard Faurie arbeitet genau in diesem klassischen Rahmen. Die Reben stehen auf Granit und verwittertem Gneis, also auf kargen Böden, die den Ertrag natürlich klein halten und der Traube Spannung geben. In einem solchen Umfeld zählt Herkunft mehr als Opulenz, und das passt sehr gut zu einem Jahrgang wie 1995. Der Wein wirkt deshalb nicht auf Effekt, sondern auf Präzision und Tiefe angelegt.
Für den Ausbau sind 18 bis 24 Monate in alten französischen Eichenfässern typisch, hier also in demi-muids und foudres, die weniger Holzton als Struktur geben. Das bewahrt die Syrah-Frucht und lässt die würzigen, erdigen Konturen des Hermitage-Distrikts klar hervortreten. Bei Bernard Faurie geht es nicht um modische Extraktion, sondern um einen eher traditionellen, zurückhaltenden Stil, der dem Wein Zeit gibt, sich zu entfalten. Gerade der Jahrgang 1995 profitiert von dieser Art der Vinifikation, weil er heute mit Reife, Tiefe und bemerkenswerter Balance spricht.
Geschmacksprofil
Im Glas zeigt sich Bernard Faurie Hermitage Syrah 1995 mit der Art von Reife, die sofort Respekt einflößt. Dunkle Frucht, schwarzer Pfeffer, Veilchen und Rauch stehen nebeneinander, dazu kommen Leder, schwarze Olive und eine kühle, fast steinige Mineralität. Am Gaumen ist der Wein voll, strukturiert und deutlich tanninbetont, aber nicht hart, sondern getragen von reifer, konzentrierter Frucht. Der 1995er wirkt dabei noch sehr lebendig und lang, mit einem Nachhall, der Würze und Erdigkeit sauber verbindet.
Essen & Servieren
Zu Bernard Faurie Hermitage Syrah 1995 passen Gerichte mit Substanz und Röstaromen besonders gut. Ein geschmortes Rinderbäckchen, Rehrücken mit Wacholder oder Lammkeule mit Thymian greifen die dunkle Frucht und die pfeffrige Würze des Weins sehr schön auf. Auch ein klassisches Gericht aus der Region Rhône, etwa ein kräftiges Daube de boeuf oder Entenkeule mit Oliven, ist eine überzeugende Wahl. Bei gereiftem Käse darf es Comté in längerer Reife oder ein würziger Schafskäse sein, und auch luftgetrocknete Wurst funktioniert dank der saftigen, straffen Struktur erstaunlich gut.
Produzent
Bernard Faurie ist einer jener Namen aus dem nördlichen Rhône-Tal, die unter Kennern leise, aber sehr respektiert fallen. Sein Schwerpunkt liegt auf Hermitage, einer Appellation, die seit jeher für kraftvolle, langlebige Syrah-Weine steht, und genau dort hat er sich einen Ruf für sehr klassische, unverfälschte Weine erarbeitet. Seine Arbeit wirkt bewusst wenig inszeniert: Die Weine sollen Herkunft, Lage und Jahrgang zeigen, nicht eine Handschrift aus dem Keller, die alles überdeckt. Gerade auf Granit und verwittertem Gneis ist das eine Haltung, die viel Sinn ergibt, weil die Böden ohnehin schon Spannung und Mineralität mitgeben.
In der Welt der Rhône ist Bernard Faurie eng mit dem traditionellen Stil von Hermitage verbunden, der auf Präzision, Maß und Geduld setzt. Solche Weine brauchen Zeit, und der Produzent baut sie erkennbar so, dass sie diese Zeit bekommen können. Bei einem Jahrgang wie 1995 zeigt sich das besonders deutlich, denn hier geht es nicht um frühe Frucht, sondern um Entwicklung, Tiefe und tertiäre Nuancen. Wer Syrah aus Hermitage verstehen will, findet bei Bernard Faurie einen sehr klaren, glaubwürdigen Ausdruck davon.
Produktinformation
| Kategorie | Rotwein |
| Hersteller | Bernard Faurie |
| Jahrgang | 1995 |
| Land | Frankreich |
| Region | Rhône |
| Bezirk | Hermitage |
| Rebsorte | Syrah |
| Alkoholgehalt | 13,0 % |
| Inhalt | 750 ml |
| Bodentyp | Granit, zersetzter Gneis |
| Reifung | 18-24 Monate in alten französischen Eichenfässern (Demi-Muids und Foudres) |
| Restzucker | trocken |
| Geschmacksnoten | Schwarzer Pfeffer, Veilchen, Brombeere, Rauch, Leder |
| Verkostungsnotizen | Tief granatrot in der Farbe mit einer komplexen Nase von Veilchen, geräuchertem Fleisch, schwarzer Olive und Brombeere. Am Gaumen vollmundig und strukturiert, mit konzentrierter dunkler Frucht, schwarzem Pfeffer, Leder und erdiger Mineralität. Der Abgang ist lang, tanninreich und anhaltend, mit großem Reifepotenzial. |
| Passt zu | rotes Fleisch, Wild, gereifter Käse, gepökeltes Fleisch |
| Trinkfenster | 2025-2040 |
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