La Spinetta ist das Weingut der Familie Rivetti in Castagnole delle Lanze, bekannt für Einzellagen-Barbaresco, Barolo und Barbera aus dem Piemont und für das Nashorn auf dem Etikett. Dazu kommen Moscato d'Asti, Timorasso und Sangiovese aus dem eigenen Gut in der Toskana.
La Spinetta: vom Moscato d'Asti zu den großen Rotweinen des Piemont
Die Geschichte beginnt 1977, als Giuseppe „Pin" Rivetti und seine Frau Lidia auf den Hügel La Spinetta in Castagnole delle Lanze zogen. Die ersten Weine waren Moscato d'Asti, und mit Bricco Quaglia und Biancospino zeigte die Familie, wie viel Ernsthaftigkeit in diesem leichten, süßen Wein stecken kann. 1985 folgte der erste Rotwein, die Barbera d'Asti Ca di Pian, und 1989 widmeten die Söhne ihrem Vater die Cuvée Pin aus Nebbiolo und Barbera. Heute führen Giorgio Rivetti und seine Geschwister das Weingut.
Barbaresco Gallina, Starderi und Valeirano: die Einzellagen von La Spinetta
Mit dem Jahrgang 1995 kam der erste Barbaresco, Gallina, und mit ihm das Etikett mit dem Nashorn nach dem Holzschnitt von Albrecht Dürer aus dem Jahr 1515. 1996 folgte Starderi, 1997 Valeirano. Die drei Lagen werden gleich ausgebaut, sodass die Unterschiede aus dem Weinberg kommen: Gallina duftig und elegant, Starderi kraftvoll und dicht, Valeirano mit kühler, mineralischer Spannung. Diese Einzellagen tragen heute den Zusatz Vürsù. Der Barbaresco Bordini ist die zugänglichere Einstiegsversion. Aus der Lage Gallina kommt außerdem eine Barbera d'Alba Superiore, und die Barbera d'Asti Superiore Bionzo stammt von sehr alten Reben, erster Jahrgang 1998.
Barolo Campè und Garretti aus Grinzane Cavour
Im Jahr 2000 erfüllte sich die Familie den Traum vom eigenen Barolo und kaufte Nebbiolo-Weinberge in Grinzane Cavour. Der Barolo Campè Vürsù ist der Spitzenwein, dicht, tief und für lange Lagerung gemacht. Der Barolo Garretti stammt aus einem etwa 70 Jahre alten Weinberg in derselben Gemeinde und reift in gebrauchten 600-Liter-Fässern. Wer den Stil von La Spinetta jünger kennenlernen will, beginnt mit dem Langhe Nebbiolo.
Weißwein, Moscato und Casanova della Spinetta in der Toskana
Auch die Weißweine lohnen einen Blick. Der Langhe Bianco ist ein Sauvignon Blanc aus kalkhaltigem Mergel, im gebrauchten Holz vergoren, und der Derthona Timorasso aus den Colli Tortonesi wird seit 2019 erzeugt. Moscato d'Asti Bricco Quaglia und Biancospino sind frisch, duftig und moussierend, der Moscato Passito Oro ist ein süßer Dessertwein. Um die Jahrtausendwende kam das Gut Casanova della Spinetta in den Hügeln südlich von Pisa dazu. Dort entstehen Sangiovese wie Il Nero di Casanova, Sezzana und Sassontino, dazu Colorino, Prugnolo Gentile, ein Chianti Riserva und ein Rosato aus der Toskana.
Häufige Fragen zu La Spinetta
Warum ist ein Nashorn auf dem Etikett?
Die Familie Rivetti wählte für ihren ersten Barbaresco 1995 das Nashorn nach Albrecht Dürers berühmtem Holzschnitt von 1515. Seitdem steht es auf allen Weinen von La Spinetta.
Was bedeutet Vürsù?
Vürsù steht bei La Spinetta auf den Einzellagenweinen aus Barbaresco und Barolo, also auf Gallina, Starderi, Valeirano und Campè. Die übrigen Weine wie Bordini, Garretti oder Langhe Nebbiolo tragen den Zusatz nicht.
Gehört Contratto zu La Spinetta?
Die Familie Rivetti kaufte 2011 die Sektkellerei Contratto in Canelli. Contratto ist aber eine eigene Marke mit eigenen Alta-Langa- und Asti-Schaumweinen und steht nicht auf dieser Seite.
Wie lange kann man La Spinetta Barbaresco lagern?
Die Einzellagen-Barbaresco und der Barolo Campè entwickeln sich in guten Jahrgängen über zehn bis zwanzig Jahre. Barbera, Langhe Nebbiolo und Bordini machen schon jung Freude.
Wozu passen die Weine von La Spinetta?
Barbaresco und Barolo zu geschmortem Rind, Wild, Trüffel und gereiftem Käse, Barbera zu Pasta mit Tomatensauce und Geflügel. Moscato d'Asti passt zu Obstkuchen und Haselnussgebäck.