
Sommelier & Restaurantmanager Schlosshotel Fleesensee
San Guido Guidalberto 2023
Italien, Toskana
95/100
Gesamtbewertung
4/5
Preis-Leistungs-Verhältnis
46,00 €
55,50 €
943,00 €/Stück
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Château Rayas Châteauneuf-du-Pape Reserve Blanc 2009 zeigt Grenache Blanc aus der Rhône mit Aprikose, Honigblüte, altem Holz und tiefem Goldton im Glas. Er trägt die stille Rayas-Art mit reifer Frucht und feiner Würze. Der Jahrgang 2009 fühlt sich heute schon groß an, mit viel weiterer Strecke vor sich.
Über den Wein
Der Château Rayas Châteauneuf-du-Pape Reserve Blanc 2009 stammt aus biologisch zertifizierter Arbeit in Châteauneuf-du-Pape. Die Reben stehen auf Sand und Ton. Diese Bodenkombination gehört zu den Eigenheiten von Rayas in einer Appellation, die viele sofort mit großen Kieseln verbinden. Der Grenache Blanc reift hier zu gelber Frucht mit viel Substanz. Der Jahrgang 2009 liefert bei diesem Reserve Blanc eine goldene Reife, die schon in der Farbe sichtbar wird. Die Trauben bringen Aprikose, Pfirsich und diese zarte Blütennote mit, die bei Rayas oft fast schwebend wirkt.
Im Keller bleibt Château Rayas bei einer ruhigen Handschrift. Der Grenache Blanc reift etwa 18 bis 24 Monate in alten französischen Eichenfässern. Das Holz riecht im fertigen Wein eher nach Vanille, Gebäckgewürz und Wachs als nach frischem Toast. Der Wein bleibt trocken und trägt 14,5 Prozent Alkohol mit breiter Textur. Nach der Fassruhe liegt im Duft ein leiser Vanilleton neben Quitte, getrockneter Aprikose und heller Gewürzkruste.
Geschmacksprofil
Im Glas steht ein tiefes Gold, das sofort an einen gereiften weißen Châteauneuf-du-Pape von Château Rayas denken lässt. Der Duft öffnet mit reifer Aprikose, weißem Pfirsich, Honigblüte und einem Hauch Vanille aus dem alten Fass. Am Gaumen ist der Grenache Blanc dicht und ölig, mit Quitte, gelbem Steinobst und einer warmen Spur von Backgewürzen. Die Säure zieht eine klare Linie durch die Fülle und der Nachhall bleibt lange bei Salz, Mandelhaut und hellem Stein. Mit Luft wird der 2009er ruhiger und tiefer, die Frucht wandert von frischem Pfirsich zu kandierter Zitrusschale. Trinkfenster: 2025 bis 2040.
Essen & Servieren
Zu diesem Château Rayas Châteauneuf-du-Pape Reserve Blanc 2009 würde ich Fisch mit Substanz wählen. Ein gebratener Steinbutt mit brauner Butter, Kapern und etwas Zitrone nimmt die Aprikosenfrucht und die salzige Länge sehr schön auf. Aus der Region passt Brandade de Nîmes besonders gut, vor allem mit Olivenöl, Knoblauch und cremiger Kartoffel. Auch Geflügel ist eine starke Spur, etwa Bresse-Huhn mit Morcheln oder Perlhuhn mit heller Jus. Für Käse greife ich zu gereiftem Comté oder Beaufort, deren nussige Tiefe den Vanilleton und die Backgewürze des alten Fassausbaus aufnimmt.
Produzent
Château Rayas ist das stille Gut der Familie Reynaud in Châteauneuf-du-Pape, und sein Ruf hängt stark an sandigen Parzellen am Rand der berühmten Appellation. Viele denken bei Châteauneuf-du-Pape zuerst an Kieselsteine und mächtige rote Cuvées, bei Rayas riecht man feinen Sand, helle Blüten und eine fast transparente Würze. Emmanuel Reynaud führt das Haus mit einer sehr eigenen Geduld, die man bei der Reserve Blanc 2009 im langen Ausbau in alten französischen Fässern schmeckt. Die Weine wirken nie nach einem Rezept gebaut, sie haben diesen leisen Rayas-Puls aus Duft, Wärme und innerer Ruhe. Gerade der weiße Reserve Blanc zeigt eine Seite des Guts, die neben dem legendären roten Rayas schnell übersehen wird. In dieser Flasche sprechen Grenache Blanc, Sandboden und altes Holz sehr klar miteinander, mit Aprikose, Honigblüte und einer feinen Spur von Gewürzgebäck im Nachhall.
| Kategorie | Weißwein |
| Hersteller | Château Rayas |
| Jahrgang | 2009 |
| Land | Frankreich |
| Region | Rhône |
| Bezirk | Châteauneuf-du-Pape |
| Rebsorte | Grenache Blanc |
| Alkoholgehalt | 14,5 % |
| Inhalt | 750 ml |
| Bodentyp | Sand, Lehm |
| Reifung | In alten französischen Eichenfässern für ungefähr 18–24 Monate gereift |
| Restzucker | trocken |
| Geschmacksnoten | Aprikose, Pfirsich, Geißblatt, Vanille, Backgewürze |
| Verkostungsnotizen | Tief goldene Farbe mit einer komplexen Nase von reifer Aprikose, weißem Pfirsich, Geißblatt und subtilen Backgewürzen. Am Gaumen reich und üppig mit bemerkenswerter Frische und Spannung, mit Noten von Vanille, Quitte und einem langen, mineralisch geprägten Abgang. |
| Passt zu | Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel, gereifter Käse, weißes Fleisch |
| Trinkfenster | 2025-2040 |
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