
Sommelier & Restaurantmanager Schlosshotel Fleesensee
San Guido Guidalberto 2023
Italien, Toskana
95/100
Gesamtbewertung
4/5
Preis-Leistungs-Verhältnis
46,00 €
55,50 €
915,00 €/Stück
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Château Rayas Châteauneuf-du-Pape Reserve Blanc 2014 zeigt Clairette und Grenache Blanc von der Rhône mit Aprikose, Quitte und salziger Tiefe im Nachhall. Der Wein wirkt goldfarben, ruhig und sehr eigen. Rayas macht aus weißem Châteauneuf-du-Pape eine Flasche mit Wachs, Orangenöl und feiner Kraft.
Über den Wein
Die weißen Reben für Château Rayas Châteauneuf-du-Pape Reserve Blanc 2014 wachsen auf Sand und galets roulés im südlichen Rhône-Tal. Clairette und Grenache Blanc bilden hier die Cuvée. Der Sand ist bei Rayas besonders wichtig und gibt dem Wein eine andere Haptik als viele steinige Châteauneuf-du-Pape Blancs. Man spürt das später in dieser feinen, fast salzigen Linie unter der reifen Frucht. Der Jahrgang 2014 zeigt sich heute mit tiefer Goldfarbe und einer ruhigen aromatischen Reife.
Im Keller wird der Reserve Blanc in alten großen französischen Foudres ausgebaut. Das Holz setzt keinen lauten Akzent. Es legt eine sanfte Vanilleschicht um Aprikose, Quitte und Orangenschale. Der Wein bleibt trocken und hat mit 13,5 Prozent Alkohol genug Druck für lange Entwicklung. Die Textur ist cremig, fast wachsig, mit einem klaren Kern aus Zitrusschale. Im Glas bleibt nach einigen Minuten ein Duft von Honigblüte und warmem Stein stehen.
Geschmacksprofil
Im Glas leuchtet der Château Rayas Châteauneuf-du-Pape Reserve Blanc 2014 tief golden und wirkt schon optisch wie ein gereifter Weißwein mit Gewicht. Der Duft bringt reife Aprikose, Quitte, Geißblatt und Bienenwachs, dazu kommt eine feine Spur Orange, die an kandierte Schale erinnert. Am Gaumen ist er voll und cremig, mit gelbem Steinobst, etwas Vanille aus dem alten Foudre und einer salzigen Kante, die bei Rayas besonders fein gezogen wirkt. Der Nachhall bleibt lange und wechselt von Quittengelee zu Orangenöl, dann zu einer trockenen, leicht nussigen Wärme. Trinkfenster: 2025 bis 2035.
Essen & Servieren
Zu diesem Rayas Blanc passen Fische mit Substanz, etwa Steinbutt aus der Pfanne mit brauner Butter, Kapern und einer kleinen Menge Zitrone. Bei Meeresfrüchten würde ich Jakobsmuscheln mit Blumenkohlpüree wählen, da die Süße der Muschel die Quittennote des Weins aufnimmt. Als regionale Idee liegt eine Bourride provençale nah, mit Safran, Knoblauch und festem Weißfisch aus der südlichen Rhône-Küche. Geflügel darf kräftig sein, zum Beispiel Bresse-Huhn mit Morcheln oder Perlhuhn mit Oliven und Fenchel. Bei Käse passt gereifter Comté sehr gut, vor allem wenn die nussigen Kristalle auf die wachsige Textur des 2014ers treffen.
Produzent
Château Rayas wird heute von Emmanuel Reynaud geführt, und der Name steht in Châteauneuf-du-Pape vor allem für einen eigenen Blick auf Sand. Rund um das Gut prägt heller Sand viele Parzellen stärker als der bekannte Teppich aus galets roulés, den Reisende sofort mit der Appellation verbinden. Beim Reserve Blanc 2014 zeigt sich diese Rayas-Handschrift an einer feinen Salznote, an duftiger Quitte und an einem Mundgefühl, das langsam über den Gaumen zieht. Das Gut ist für seinen roten Châteauneuf-du-Pape berühmt, der weiße Wein aus Clairette und Grenache Blanc bleibt im Handel viel seltener und wirkt in der Rayas-Familie wie ein leiser Seitenblick. Die alten großen Foudres geben dem Blanc einen ruhigen Rahmen, mit Vanille am Rand, Bienenwachs in der Mitte und einer goldenen Farbe, die schon beim Einschenken auffällt. Rayas spricht auf dem Etikett sehr leise, die Flaschen tauchen nur sporadisch auf, und der 2014er Blanc zeigt diese Zurückhaltung mit einem langen Duft von Orange und Honigblüte.
| Kategorie | Weißwein |
| Hersteller | Château Rayas |
| Jahrgang | 2014 |
| Land | Frankreich |
| Region | Rhône |
| Bezirk | Châteauneuf-du-Pape |
| Rebsorte | Clairette, Grenache Blanc |
| Alkoholgehalt | 13,5 % |
| Inhalt | 750 ml |
| Bodentyp | Sand, gerollte Kieselsteine |
| Reifung | In alten großen französischen Eichenfudern gereift |
| Restzucker | trocken |
| Geschmacksnoten | Aprikose, Quitte, Geißblatt, Orange, Vanille |
| Verkostungsnotizen | Tief goldene Farbe mit Aromen von reifer Aprikose, Quitte, Geißblatt und Bienenwachs. Am Gaumen reich und vollmundig mit cremiger Textur, vielschichtigen Noten von Steinobst, Orangenschale und einem salzigen mineralischen Akzent. Der Abgang ist lang, komplex und anhaltend. |
| Passt zu | Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel, gereifter Käse |
| Trinkfenster | 2025-2035 |
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