Exklusiv

Kostenloser Versand nach Deutschland und Österreich.

Château Latour ist einer der fünf Premiers Grands Crus Classés von Bordeaux und gilt als der kraftvollste und beständigste unter ihnen, ein Pauillac, der auch in schwierigen Jahren überzeugt und über Jahrzehnte reift. Hier finden Sie den Grand Vin in vielen Jahrgängen und Formaten, dazu Les Forts de Latour und den Pauillac de Château Latour.

Château Latour: Geschichte eines Premier Grand Cru aus Pauillac

Der Name geht auf einen befestigten Turm zurück, der im Hundertjährigen Krieg wenige hundert Meter vom Ufer der Gironde entfernt stand. Der heutige runde Turm, die Tour de Saint-Lambert, wurde in den 1620er Jahren als Taubenturm gebaut und ziert bis heute das Etikett. Ab 1670 gehörte das Gut fast drei Jahrhunderte lang der Familie Ségur und ihren Erben, in der Klassifikation von 1855 wurde es als Premier Cru eingestuft. 1963 übernahmen britische Investoren die Mehrheit, 1993 kaufte François Pinault Latour über seine Holding Artémis. Seit dem Jahrgang 2012 verkauft das Château nicht mehr en primeur: Die Weine reifen in den eigenen Kellern und kommen erst auf den Markt, wenn sie sich der Trinkreife nähern.

Das Enclos: Terroir und Cabernet Sauvignon an der Gironde

Von rund 90 Hektar Reben bilden die 47 Hektar des Enclos rund um das Château das Herz des Guts. Tiefer Kies über Lehm, dazu die Nähe zur Gironde, die Frost abhält und die Reifung ausgleicht, geben dem Grand Vin seine Dichte. Er stammt im Wesentlichen aus diesen Parzellen und wird klar von Cabernet Sauvignon geprägt, meist mit drei Vierteln oder mehr, ergänzt durch Merlot und kleine Anteile Cabernet Franc und Petit Verdot. Seit 2018 ist der gesamte Weinberg ökologisch zertifiziert. Typisch für Latour Wein sind Cassis, Zedernholz, Graphit und eine feste, fast strenge Tanninstruktur, die mit den Jahren in Tabak, Leder und Trüffel übergeht.

Les Forts de Latour und Pauillac de Château Latour: Zweitwein und Drittwein

Les Forts de Latour gibt es seit dem Jahrgang 1966. Der Zweitwein kommt aus jüngeren Reben des Enclos und aus eigenen Parzellen außerhalb davon, zeigt den Stil des Hauses und öffnet sich früher. Der Pauillac de Château Latour, meist einfach Pauillac de Latour genannt, ist der Drittwein und der zugänglichste Einstieg. In der Auswahl finden Sie den Grand Vin von 1974 über 1990, 2000 und 2010 bis 2019, als Flasche, Magnum, Doppelmagnum und Imperial, dazu Les Forts de Latour von 1979 bis 2020 und den Pauillac de Latour ab 2016, auch als halbe Flasche. Die direkten Nachbarn in Pauillac sind Château Lafite Rothschild und Mouton Rothschild.

Häufig gestellte Fragen zu Château Latour

Was ist der Grand Vin de Château Latour?

So heißt der Erstwein des Guts, der Premier Grand Cru Classé aus Pauillac. Er kommt vor allem aus dem Enclos und wird nur aus den besten Partien assembliert. Alles, was nicht in den Grand Vin geht, wird zu Les Forts de Latour oder zum Pauillac.

Sind Château Latour, Latour-Martillac und Latour à Pomerol dasselbe Weingut?

Nein. Château Latour-Martillac ist ein Cru Classé aus Pessac-Léognan, Château Latour à Pomerol ein Gut am rechten Ufer, und Louis Latour ist ein Haus aus dem Burgund. Diese Seite zeigt nur die Weine des Premier Cru aus Pauillac.

Wann sollte man Château Latour trinken?

Latour gehört zu den langsamsten Weinen von Bordeaux. Große Jahrgänge brauchen oft zwanzig Jahre und mehr, Les Forts de Latour zeigt sich meist nach zehn bis fünfzehn Jahren gut, der Pauillac früher. Da das Château seine Weine erst spät freigibt, sind neuere Freigaben oft schon gut entwickelt.

Wovon hängt der Preis eines Château Latour ab?

Vor allem vom Jahrgang, vom Format und von der Lagerung. Gesuchte Jahrgänge wie 1990, 2000 oder 2010 und große Formate sind begehrter, Les Forts de Latour und der Pauillac sind der zugänglichere Weg zum Stil des Hauses.

Welche Speisen passen zu Château Latour?

Lammrücken, Rinderfilet, Entrecôte und Wild. Die kräftigen Tannine brauchen Fett und Eiweiß, gereifte Flaschen passen wunderbar zu Pilzen und Trüffel. Mehr Weine aus der Region finden Sie unter Bordeaux.