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Clos des Papes ist eines der ältesten und angesehensten Weingüter in Châteauneuf-du-Pape. Die Familie Avril füllt hier nur einen roten und einen weißen Wein ab, beide als reine Châteauneuf-du-Pape. Hier finden Sie den Roten über viele Jahrgänge hinweg, auch in Magnum und Doppelmagnum, dazu den raren Clos des Papes Blanc.

Clos des Papes und die Familie Avril in Châteauneuf-du-Pape

Die Avrils bauen seit dem 17. Jahrhundert Wein in Châteauneuf-du-Pape an. 1896 füllte Paul Avril den Wein erstmals unter dem Namen Clos des Papes ab. Der Name verweist auf eine ummauerte Parzelle unterhalb der Ruine des Papstschlosses, das dem Ort seinen Namen gibt. Die Familie wirkte auch an der Gründung der Appellation mit, die 1936 als eine der ersten Herkunftsbezeichnungen Frankreichs anerkannt wurde.

Paul Avril leitete das Gut ab 1963. Ende der 1980er Jahre kam sein Sohn Paul-Vincent Avril dazu, der in Beaune studiert und im Ausland gearbeitet hatte. Er führt Clos des Papes bis heute und hat die Linie seines Vaters bewusst beibehalten: keine Sondercuvées, kein neues Holz, ein Wein pro Farbe.

Weinberge, Rebsorten und Ausbau bei Clos des Papes

Das Gut bewirtschaftet rund 32 Hektar, verteilt auf mehr als zwanzig Parzellen über die ganze Appellation. Die Böden reichen von Sand über Ton bis zu den typischen runden Kieseln, den Galets roulés, die tagsüber Wärme speichern und nachts an die Reben abgeben. Viele Reben sind sehr alt, im Schnitt um die 80 Jahre, und die Erträge liegen deutlich unter dem, was die Appellation erlaubt. Clos des Papes ist biologisch zertifiziert.

Der rote Clos des Papes besteht zu etwa 65 Prozent aus Grenache, rund 20 Prozent Mourvèdre und etwa 10 Prozent Syrah. Den Rest bilden Counoise, Vaccarèse und Muscardin. Der hohe Mourvèdre-Anteil gibt dem Wein Struktur und Würze. Die Trauben werden entrappt, mit wilden Hefen vergoren und etwa ein Jahr in großen, alten Holzfässern ausgebaut. Gefiltert wird nicht.

Roter und weißer Clos des Papes: Jahrgänge und Großformate

Der rote Clos des Papes ist ein Wein für den Keller. Jung zeigt er dunkle Kirsche, Kräuter der Garrigue und eine feste Tanninstruktur. Nach acht bis zehn Jahren öffnet er sich, und gute Jahrgänge halten deutlich länger. Weltweit bekannt wurde das Gut, als Wine Spectator den Jahrgang 2005 im Jahr 2007 auf Platz eins seiner Top 100 setzte. Im Sortiment finden Sie Jahrgänge von 2000 bis 2024, darunter 2009, 2016 und die jüngsten Ernten, dazu Magnums (1,5 Liter) und Doppelmagnums (3 Liter), in denen der Wein langsamer reift.

Der weiße Clos des Papes wird nur in kleiner Menge erzeugt. Er vereint zu fast gleichen Teilen Grenache Blanc, Roussanne, Clairette, Picpoul, Bourboulenc und Picardan, wird ganztraubig gepresst und ohne malolaktische Gärung ausgebaut. Jung wirkt er frisch, blumig und zitrusbetont, mit den Jahren wird er runder und nimmt Honignoten an.

Wer weitere Weine der Appellation vergleichen möchte, findet sie unter Châteauneuf-du-Pape. Einen ganz anderen, von Mourvèdre geprägten Stil zeigt Château de Beaucastel, und die übrige südliche Rhône hat eine eigene Seite.

Häufige Fragen zu Clos des Papes

Wem gehört Clos des Papes?

Das Gut ist seit jeher im Besitz der Familie Avril. Heute leitet es Paul-Vincent Avril, der Sohn von Paul Avril.

Wie lange kann man Clos des Papes lagern?

Der Rote braucht meist acht bis zehn Jahre, um sich zu öffnen, und reift in guten Jahrgängen zwanzig Jahre und länger. Magnums entwickeln sich langsamer. Den Weißen kann man jung trinken oder einige Jahre reifen lassen.

Ist Clos des Papes dasselbe wie Clos de l'Oratoire des Papes?

Nein. Clos de l'Oratoire des Papes ist ein eigenständiges Weingut in Châteauneuf-du-Pape. Clos des Papes gehört der Familie Avril und hat damit nichts zu tun.

Welche Speisen passen zu Clos des Papes?

Der Rote passt zu Lamm, Wild, geschmortem Rind und Gerichten mit Kräutern der Provence. Der Weiße begleitet Fisch in Buttersauce, Geflügel und gereiften Hartkäse.