
Sommelier & Kellner / Restaurant Formel B
Giulia Negri, Barolo D.O.C.G. "La Tartufaia" 2020
Italien, Piemont
98/100
Gesamtbewertung
5/5
Preis-Leistungs-Verhältnis
64,12 €
81,00 €
498,03 €/Stück
554,00 €/Stück
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Henri Bonneaus Châteauneuf-du-Pape Cuvée Marie Beurrier 2011 in der Magnumflasche (1,5 L) ist eine rare Gelegenheit, den legendären, traditionell geprägten Stil des Hauses im großzügigen Format zu erleben. Der Jahrgang zeigt sich verführerisch offen, mit jener sinnlichen Tiefe und Würze, die Bonneau-Fans lieben. Wine Advocate bewertete den Wein mit 90–92/100 und hob seine früh zugängliche, „sexy“ Textur hervor.
Geschmacksprofil
Im Glas leuchtet der Wein in dichtem Rubin mit leicht aufhellendem Rand, der das beginnende Reifestadium elegant ankündigt – in der Magnum behält er zugleich jugendliche Spannung.
In der Nase betören reife Kirschfrucht und Kirschlikör (Kirsch), dazu Bouquet garni, provenzalische Garrigue, getrocknete Kräuter und eine feine, fleischige Note, die an blutiges Fleisch erinnert – typisch für große, traditionell ausgebaute Châteauneuf.
Am Gaumen mittel bis vollmundig mit seidigem Fluss, saftiger, süß-roter Frucht und einer kernigen, doch reifen Tanninstruktur. Würzige Anklänge von Lakritz, Pfeffer und schwarzem Tee sorgen für Kontur; die Textur bleibt cremig und gleichzeitig animierend.
Der Abgang ist lang und würzig, getragen von Kräuter- und Steinnoten, mit einem Hauch Rauch und getrockneten Orangenschalen. Die Frische des Jahrgangs verleiht Persistenz ohne Schwere.
Aging-Potenzial: In der 1,5-Liter-Magnum noch überzeugender – auf dem Höhepunkt zwischen jetzt und ca. 2030–2032, mit weiterer Entwicklung hin zu mehr Trüffel-, Leder- und Unterholznuancen.
Vinifikation
Die Trauben stammen aus klassischen Châteauneuf-du-Pape-Lagen mit einem Mosaik aus roten Tonböden, Sand und den berühmten galets roulés, die tagsüber Wärme speichern und nachts abgeben. Das mediterrane Klima mit Mistral-Winden sorgt für gesunde Trauben und aromatische Konzentration.
Geerntet wird traditionell von Hand, streng selektiert. In der Kellerei folgt eine sehr klassische, minimalistische Vinifikation: überwiegend Grenache mit kleinen Anteilen weiterer zugelassener Rebsorten, spontane Gärung, oft mit ganzen Trauben bzw. nur teilweisem Entrappen, und eine ausgedehnte Mazeration. Der Ausbau erfolgt über lange Zeit in alten Fudern und gebrauchten Holzfässern, ohne spürbaren Neueinfluss, meist mit zurückhaltender Intervention und in der Regel ungefilterter Abfüllung – genau der Ansatz, der Bonneaus unverwechselbare, komplex-würzige Stilistik prägt.
Essen & Servieren
Perfekt zu geschmorter Lammkeule mit Kräutern der Provence, Wildgerichten, Cassoulet, Daube Provençale, gegrilltem Rind, Pilzrisotto oder reifem Hartkäse. Ideale Serviertemperatur: 16–18 °C. In der Magnum empfiehlt sich ein behutsames Dekantieren für 1–2 Stunden, um Sedimente zu trennen und das aromatische Spektrum voll zu entfalten.
Produzent
Henri Bonneau gilt als Inbegriff des traditionellen Châteauneuf-du-Pape. Das kleine, familiengeführte Weingut hat über Jahrzehnte Kultstatus erlangt – dank später Lese, extrem sorgfältiger Selektion und langem Ausbau in alten Fässern. Die Cuvée Marie Beurrier steht zwischen der klassischen „Tradition“ und der mythischen „Réserve des Célestins“ und zeigt die sinnliche, würzige Tiefe des Hauses in besonders zugänglicher Form. Zahlreiche Spitzenbewertungen – bis hin zu legendären Jahrgängen – untermauern die Bedeutung von Bonneau als stilprägende Referenz der südlichen Rhône.
| Kategorie | Rotwein |
| Hersteller | Domaine Henri Bonneau |
| Jahrgang | 2011 |
| Land | Frankreich |
| Region | Rhône |
| Bezirk | Châteauneuf-du-Pape |
| Rebsorte | Grenache |
| Alkoholgehalt | 14,5 % |
| Inhalt | 1500 ml |
| Bodentyp | galets roulés, sandiger Lehm, Kalkstein |
| Reifung | Lange Reifung in großen alten Eichenfudern |
| Restzucker | trocken |
| Geschmacksnoten | Schwarzkirsche, Leder, schwarzer Pfeffer, Kirsche, Himbeere |
| Verkostungsnotizen | Tiefrot. Straff gebündelte Kirschen- und rote Beerenaromen entfalten sich nur langsam und nehmen schließlich Anklänge von Garrigue und zerstoßenem Pfeffer auf. Am Gaumen ist er lebhaft und fokussiert und zeigt gute Tiefe in seinen Aromen von Bitterkirsche und Rhabarber. Staubige Tannine geben dem Abgang Struktur, der Noten von saftigen Kräutern und Kirschkern aufweist. Mittelkräftig bis vollmundig, schön ausgewogen und frisch, mit einem ernsteren, zurückhaltenden Charakter, der Schwarzkirsche, Sattelleder, Pfeffer und fleischige Noten zeigt. |
| Passt zu | rotes Fleisch, Wild, gereifter Käse, Wurstwaren |
| Trinkfenster | 2025-2035 |
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