Klaus Peter Keller Kirchspiel Riesling GG - Großes Gewächs 2009 - 0,75l
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Beschreibung
Der Klaus Peter Keller Westhofener Kirchspiel Riesling 2009 aus Rheinhessen zeigt reife Pfirsichfrucht, Rauch und die salzige Ruhe alter Keller-Weine. Das ist ein trockener Riesling aus dem Kirchspiel mit goldener Reife. Er riecht nach Aprikose, Zitronenschale und Petroleum. Am Tisch wirkt er ernst, ruhig und sehr lebendig.
Über den Wein
Der Klaus Peter Keller Westhofener Kirchspiel Riesling 2009 kommt aus einer der markanten Westhofener Lagen in Rheinhessen. Im Kirchspiel treffen Kalkstein, Ton und Löss aufeinander. Diese Mischung gibt dem Riesling eine feste innere Linie. Die Lage liegt geschützt oberhalb von Westhofen und liefert bei Keller oft Weine mit heller Zitrusader und salzigem Nachhall. Die nachhaltige Bewirtschaftung ist hier kein Etikettenschmuck. Man spürt in dieser Flasche die saubere Reife des Jahrgangs 2009. Die Frucht wirkt gelb und reif. Der Boden bleibt im Mund als kühle, kreidige Spur.
Der Ausbau erfolgte in Edelstahl und in großen neutralen Fudern. Das passt zu diesem Kirchspiel, denn der Wein trägt Textur und Klarheit in gleicher Bewegung. Der trockene Riesling hat 13 Prozent Alkohol. Er zeigt die goldene Seite des Jahres 2009 mit Pfirsich, Aprikose und einem feinen Honigton. Die Fuder geben dem Wein Raum und eine sanfte Rundung. Der Edelstahl hält die Zitronenkante sichtbar. Nach vielen Jahren Flaschenreife treten Petroleum, Rauch und ein heller Wachsduft nach vorn. Am Rand des Glases bleibt nach dem Schwenken ein feiner Duft von Zitronenschale und kaltem Stein.
Geschmacksprofil
Im Glas steht der Klaus Peter Keller Westhofener Kirchspiel Riesling 2009 tief goldgelb, mit einem Duft von reifem Pfirsich, Aprikose, Zitronenzeste und einem klaren Petroleumton. Am Gaumen wirkt der Wein trocken und dicht, die Säure zieht eine helle Linie durch die cremige Textur und gibt der reifen Frucht eine straffe Form. Mit Luft kommen Rauch, etwas Honig, gelber Apfel und eine salzige Mineralität hinzu, die lange auf der Zunge bleibt. Der Nachhall erinnert an Zitronenöl, nassen Kalk und einen Hauch getrocknete Kräuter, Trinkfenster: 2025 bis 2035.
Essen & Servieren
Ich würde diesen gereiften Kirchspiel Riesling zu Fisch mit etwas Substanz öffnen, etwa zu gebratenem Steinbutt mit brauner Butter, Kapern und Petersilienwurzel. Auch Meeresfrüchte tragen ihn gut, besonders Jakobsmuscheln mit Zitronenbutter oder Garnelen mit Ingwer, Sesam und heller Sojasauce. Zum regionalen Teller passt ein Zander aus dem Rhein mit Riesling-Schaum, Lauch und kleinen Kartoffeln. Bei Geflügel denke ich an Perlhuhn mit Aprikosenjus oder ein sanft gewürztes Hähnchen mit Zitronengras. Reifer Comté oder ein alter Gouda greifen die cremige Textur auf, und die salzige Länge des Weins bleibt neben dem Käse klar stehen.
Produzent
Klaus Peter Keller arbeitet in Flörsheim-Dalsheim, und sein Name steht heute eng neben Hubacker und Abtserde sowie Morstein und Westhofener Kirchspiel aus den Kalklagen rund um Westhofen und Dalsheim, die in vielen Keller-Weinen als kühle Linien im Mund wirken. Der konkrete Zug an dieser Flasche ist der ruhige Umgang mit Reife; selbst der 2009er Kirchspiel wirkt gesammelt und trägt seine goldene Frucht mit leiser Stimme. Im Betrieb zählt die einzelne Parzelle spürbar mehr als die große regionale Geste, und Kirchspiel bekommt neben Morstein oder Abtserde eine eigene Kontur mit kühlem Rauch, Zitronenschale und salziger Länge. Die Familie arbeitet nachhaltig und sehr genau in den Reben, mit einem Blick auf Kalkboden und Traubenreife, der beim Westhofener Kirchspiel eine fast steinige Spannung und eine zarte Kräuternote im Wein hinterlässt. Im Keller setzt Keller auf Edelstahl und große neutrale Fuder, also auf Gefäße für Textur und klare Konturen von Pfirsich sowie Zitrus und Rauch nach vielen Jahren Flaschenruhe im 750 ml Format. Bei älteren Flaschen merkt man diese Handschrift am Rand des Glases; der Duft bleibt sauber gezeichnet, und nach einigen Minuten treten Aprikose, Wachs und ein heller Kreideton hervor.
Produktinformation
| Kategorie | Weißwein |
| Hersteller | Klaus Peter Keller |
| Jahrgang | 2009 |
| Land | Deutschland |
| Region | Rheinhessen |
| Bezirk | Westhofener Kirchspiel |
| Rebsorte | Riesling |
| Alkoholgehalt | 13,0 % |
| Inhalt | 750 ml |
| Bodentyp | Kalkstein, Ton, Löss |
| Reifung | In Edelstahltanks und großen neutralen Eichenfässern (Fuder) gereift |
| Restzucker | trocken |
| Geschmacksnoten | Pfirsich, Aprikose, Petroleum, Rauch, Zitrone |
| Verkostungsnotizen | Tief goldgelb in der Farbe mit einem komplexen, entwickelten Bukett aus reifem Pfirsich, Aprikose und Zitruszeste, unterlegt von Petrol-, Honig- und rauchigen mineralischen Noten. Am Gaumen vollmundig und zugleich präzise, mit lebendiger Säure, cremiger Textur und einem langen, salzigen, mineralischen Abgang, typisch für den Reichtum und die Konzentration des Jahrgangs 2009. |
| Passt zu | Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel, gereifter Käse, asiatische Küche |
| Trinkfenster | 2025-2035 |
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