
Sommelier & Kellner / Restaurant Formel B
Giulia Negri, Barolo D.O.C.G. "La Tartufaia" 2020
Italien, Piemont
98/100
Gesamtbewertung
5/5
Preis-Leistungs-Verhältnis
64,12 €
81,00 €
216,60 €/Stück
228,00 €/Stück
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Léoville Las Cases 2021 ist ein Musterbeispiel für klassischen, präzisen Bordeaux aus Saint-Julien – tiefgründig, strukturiert und mit aristokratischer Eleganz. Die Cuvée aus 80% Cabernet Sauvignon, 15% Cabernet Franc und 5% Merlot zeigt selbst im kühleren Jahrgang eine bemerkenswerte Dichte, Klarheit und Frische und wurde von führenden Kritikern als einer der Stars des Jahrgangs gewürdigt. Als 2ème Grand Cru Classé und Teil des historischen, von einer Mauer umgebenen Clos zählt Las Cases seit dem 19. Jahrhundert zu den Referenzen des Médoc.
Geschmacksprofil
Im Glas zeigt der 2021er ein tiefes Purpur mit violetten Reflexen und dichter, fein gezeichneter Farbkante. In der Nase entfalten sich dunkle Beeren und reife Cassis, flankiert von Veilchen, kühler Graphit-Note, Zedernholz und einem Hauch Zigarrenkiste – sehr klar, nobel und vielschichtig, ohne Überreife.
Am Gaumen straff und sehnig, dabei seidig texturiert: saftige schwarze Johannisbeere, Brombeere und ein feiner Kern roter Früchte treffen auf mineralische Frische und subtile Gewürz- und Zedernanklänge. Die Tannine sind feinkörnig und exquisit poliert, getragen von lebendiger, präziser Säure. Der Abschluss ist lang, fokussiert und durchdrungen von salziger Mineralität und Graphit – ein eindringliches, geradliniges Finale mit großartiger Spannung. Hervorragendes Reifepotenzial: optimal ab etwa 2028, auf dem Höhepunkt zwischen 2032 und Mitte der 2040er Jahre.
Vinifikation
Der Grand Clos von Léoville Las Cases liegt im Norden von Saint-Julien, direkt an der Gironde, deren temperaturausgleichender Einfluss zur bemerkenswerten Frische und aromatischen Präzision beiträgt. Das Terroir ist geprägt von tiefen, kargen Kiesböden über lehmigen und sandigen Unterlagen – ideal für Cabernet Sauvignon. Strenge Selektion im Weinberg, niedrige Erträge und ausschließlich manuelle Lese mit mehrfacher Sortierung sorgen für makelloses Lesegut, gerade in einem anspruchsvollen, kühleren Jahr wie 2021.
Die Vinifikation erfolgt präzise und schonend in temperaturkontrollierten Gärbehältern mit behutsamer Extraktion, um Eleganz und Finesse der Tannine zu bewahren. Im Anschluss reift der Wein traditionell in überwiegend neuen, feinporigen französischen Barriques (ca. 18–20 Monate), was die Komplexität vertieft, ohne die Frucht zu überdecken. Das Ergebnis ist ein Wein von großer Klarheit, Struktur und Langlebigkeit.
Essen & Servieren
Klassische Begleiter sind Lammrücken mit Kräuterkruste, Rind (Roastbeef, Tournedos), Wild (Reh, Taube), geschmorte Kalbsbäckchen sowie Pilz- und Trüffelgerichte; auch zu gereiftem Hartkäse wie Comté oder Mimolette überzeugt er. Servieren bei 16–18 °C in großen Bordeaux-Gläsern. In der Jugend 2–3 Stunden dekantieren; mit zunehmender Flaschenreife genügt ein behutsames Karaffieren, um das Depot zu separieren.
Produzent
Château Léoville Las Cases gehört der Familie Delon und ist einer der bedeutendsten 2ème Grand Cru Classé des Médoc. Die Ursprünge reichen in das 17./18. Jahrhundert zurück; der ikonische, ummauerte Clos mit seinem Torbogen ziert bis heute das Etikett und steht für kompromisslose Qualitätsarbeit. Als Benchmark von Saint-Julien – oft als „Super Second“ bezeichnet – hat das Gut über Jahrzehnte Weine von außergewöhnlicher Konstanz, Tiefe und Lagerfähigkeit geschaffen und prägt den Stil der Appellation wie nur wenige andere.
| Kategorie | Rotwein |
| Hersteller | Château Léoville Las Cases |
| Jahrgang | 2021 |
| Land | Frankreich |
| Region | Bordeaux |
| Bezirk | Saint-Julien |
| Rebsorte | Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot |
| Alkoholgehalt | 13,5 % |
| Inhalt | 750 ml |
| Bodentyp | Kies, Ton |
| Reifung | 85 % neue Eichenfässer |
| Restzucker | trocken |
| Geschmacksnoten | Schwarze Johannisbeere, Brombeere, Veilchen, Zigarrenkiste, Himbeere |
| Verkostungsnotizen | Tief rubinrot in der Farbe. In der Nase entfalten sich Aromen von dunklen Beeren und Cassis, vermischt mit Anklängen von Zigarrenblatt, Veilchen und Bleistiftspänen, mit einem subtilen maritimen Element und Hinweisen auf japanischen Wakame und frisch geöffnete Austernschalen. Das Holz (85 % neu) ist sehr gut integriert. Am Gaumen ist er mittel- bis vollmundig, vielschichtig und konzentriert, mit einem tiefen und multidimensionalen Fruchtkern, eingerahmt von wunderschön verfeinerten Tanninen und lebendiger Säure. Kein Schwergewicht, und doch zeigt er eine überzeugende Spannung und einen wohldosierten Hauch von Würze zum Finale hin, das sich auffächert und mit langem, durchdringendem Charakter nachhallt. Ernsthaft und strukturiert, ohne streng zu sein. |
| Passt zu | rotes Fleisch, Wild, gereifter Käse, gepökeltes Fleisch |
| Trinkfenster | 2028–2045 |
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