Asti ist der süße, duftende Schaumwein des Piemont, gekeltert aus Moscato Bianco von den Hügeln rund um Asti, Canelli und Santo Stefano Belbo. Unter dem Namen laufen zwei Weine: der voll schäumende Asti Spumante und der sanft perlende Moscato d'Asti. Beide duften nach reifem Pfirsich, Orangenblüte, Salbei und frischen Trauben, und beide haben deutlich weniger Alkohol als die meisten Weine.
Asti DOCG: Moscato Bianco aus den Hügeln des südlichen Piemont
Asti wurde 1967 DOC und 1993 DOCG. Das Gebiet erstreckt sich über die Hügel der Provinzen Asti, Cuneo und Alessandria, zwischen Langhe und Monferrato. Die Rebsorte ist Moscato Bianco, in Deutschland als Gelber Muskateller bekannt, eine der ältesten und aromatischsten Sorten der Muskat-Familie. Auf den steilen, kalkhaltigen Hängen um Canelli und Santo Stefano Belbo reift sie langsam und behält ihre Frische.
In Canelli begann Carlo Gancia in den 1860er-Jahren, nachdem er das Handwerk in der Champagne gelernt hatte, Schaumwein aus Moscato zu bereiten. Seit 2023 hat der beste Moscato aus den Hügeln von Canelli eine eigene DOCG namens Canelli. Wir führen ihn hier neben dem Moscato d'Asti, denn Rebsorte und Stil sind dieselben. Ein schönes Beispiel ist Gianni Doglias Casa di Bianca.
Asti Spumante oder Moscato d'Asti: eine Traube, zwei Stile
Beide Weine entstehen auf ungewöhnliche Weise. Der Most wird kühl gelagert, bis er gebraucht wird, und dann ein einziges Mal im geschlossenen Drucktank vergoren. Die Kohlensäure bleibt im Wein, und die Gärung wird durch Kühlen gestoppt, solange noch reichlich natürlicher Traubenzucker vorhanden ist. Danach wird nichts zugesetzt: Süße und Aroma stammen direkt aus der Traube.
Asti Spumante
Asti, oft noch als Asti Spumante verkauft, gärt weiter, baut vollen Flaschendruck auf und erreicht etwa 7 bis 9 % Alkohol. Es ist der festliche, schäumende Stil mit Sektkorken und Drahtkorb. Der Asti von Cocchi und der Asti DOCG von Rocca dei Forti zeigen die klassische, fruchtige Seite. Contratto in Canelli geht mit De Miranda einen anderen Weg: ein seltener Asti nach der traditionellen Methode mit zweiter Gärung in der Flasche, feinperliger und tiefer.
Moscato d'Asti
Beim Moscato d'Asti wird die Gärung früher gestoppt, bei rund 5 % Alkohol. Er perlt nur leicht und trägt einen normalen Korken. Es ist der feinere Wein, und der, den ernsthafte Winzer lieben. La Spinetta, berühmt für Barbaresco und seit Jahrzehnten dem Moscato verbunden, keltert Bricco Quaglia aus einer einzigen Lage. Ca' d'Gal Lumine, Ceretto I Vignaioli di Santo Stefano, Michele Chiarlo Nivole, Fontanafredda Moncucco und Paolo Saracco stehen für den klassischen, blumigen Stil. Barolo-Namen wie G.D. Vajra, Massolino, Prunotto und Oddero zeigen, dass Moscato im Piemont so ernst genommen wird wie Nebbiolo.
Asti servieren: Temperatur und passende Speisen
Servieren Sie beide Stile gut gekühlt bei 6 bis 8 °C und trinken Sie sie jung, solange die Frucht am lebendigsten ist. Moscato d'Asti passt wunderbar zum Brunch oder als leichter Aperitif. Beide glänzen zu Obstdesserts: Pfirsiche, Erdbeeren, Obstkuchen, Panettone und Haselnusstorte. Das Dessert sollte etwas weniger süß sein als der Wein. Der niedrige Alkohol und die sanfte Süße mildern auch scharfe Thai-Küche, und zu mildem Blauschimmelkäse ist ein Glas eine schöne Überraschung.
Häufige Fragen zu Asti Spumante
Was ist der Unterschied zwischen Asti Spumante und Moscato d'Asti?
Beide stammen aus Moscato Bianco derselben DOCG. Asti Spumante schäumt voll und hat etwa 7 bis 9 % Alkohol. Moscato d'Asti perlt nur sanft, hat rund 5 % Alkohol und ist meist etwas süßer und duftiger.
Ist Asti Sekt dasselbe wie Prosecco?
Nein. Prosecco wird aus der Rebsorte Glera im Nordosten Italiens gemacht und ist meist trocken bis halbtrocken. Asti stammt aus Moscato Bianco im Piemont und ist süß und intensiv traubig. Weitere Stile finden Sie bei unseren Schaumweinen.
Wo finde ich Barbera d'Asti?
Barbera d'Asti ist ein Rotwein aus derselben Provinz, aber eine andere Appellation und eine andere Rebsorte. Sie finden ihn auf unserer Seite Barbera.