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Domaine Faiveley aus Nuits-Saint-Georges ist seit 1825 in Familienhand und gehört zu den größten Weinbergsbesitzern im Burgund. Hier finden Sie die Grands Crus des Hauses aus Chambertin-Clos de Bèze, Corton und Musigny, weiße Spitzenweine aus Puligny-Montrachet und Corton-Charlemagne sowie die zugänglicheren Flaschen aus der Côte Chalonnaise.

Domaine Faiveley: sieben Generationen in Nuits-Saint-Georges

Pierre Faiveley gründete das Haus 1825 in Nuits-Saint-Georges. 1860 übernahm sein Neffe Joseph Faiveley und kaufte den Clos des Cortons, eine Grand-Cru-Lage am Hügel von Corton, die bis heute allein der Familie gehört und deshalb Corton Clos des Cortons Faiveley heißt. Georges Faiveley gründete 1934 gemeinsam mit Camille Rodier die Confrérie des Chevaliers du Tastevin.

François Faiveley führte das Haus von 1976 bis 2004 und baute einen großen Teil der heutigen Lagen auf. 2005 übernahm sein Sohn Erwan Faiveley, 2014 kam seine Schwester Eve in die Leitung. Heute bewirtschaftet die Familie mehr als 120 Hektar Reben, für das Burgund eine ungewöhnliche Größe. Unter Erwan Faiveley kamen Domaine Dupont-Tisserandot in Gevrey-Chambertin und 2014 Domaine Billaud-Simon in Chablis hinzu.

Faiveley Grand Cru aus Chambertin, Musigny und Corton

Die Rotweine von Faiveley sind reiner Pinot Noir, und auf Grand-Cru-Niveau zeigt das Haus, was es kann. Aus Gevrey-Chambertin kommen Chambertin-Clos de Bèze, Mazis-Chambertin, Latricières-Chambertin und Charmes-Chambertin. Eine Besonderheit ist Chambertin-Clos de Bèze Les Ouvrées Rodin: eine Parzelle von rund einem Drittel Hektar, 1966 gepflanzt und seit 2010 separat abgefüllt. Der Name erinnert an die Verbindung der Familie zum Bildhauer Auguste Rodin.

Aus Morey-Saint-Denis stammt der Clos de la Roche, aus Chambolle-Musigny der Musigny und der Premier Cru Les Amoureuses, dazu kommt Grands-Échezeaux. Der Corton Clos des Cortons Faiveley ist der Signaturwein des Hauses: kräftig, erdig und langlebig.

Faiveley Weißwein aus Puligny, Corton und der Côte Chalonnaise

Die Weißweine sind Chardonnay. An der Spitze stehen Bâtard-Montrachet, Bienvenues-Bâtard-Montrachet und Corton-Charlemagne. Aus Puligny-Montrachet kommen die Premiers Crus Les Referts und Champs Gain, dazu Meursault und Chassagne-Montrachet auf Village-Ebene. Ladoix Les Marnes Blanches wächst am Fuß des Corton-Hügels und ist straff und mineralisch.

In der Côte Chalonnaise hat Faiveley seine größten Flächen, mit mehreren Premier-Cru-Monopollagen in Mercurey. Mercurey Vieilles Vignes und Mercurey Blanc, Rully Les Villeranges und Montagny Les Cent Pièces zeigen den Stil des Hauses und lassen sich deutlich früher öffnen als die großen Lagen. Der einfachste Einstieg ist der Faiveley Bourgogne Pinot Noir, daneben steht der Bourgogne Chardonnay.

Stil und Lagerung der Weine von Domaine Faiveley

Früher galten Faiveley-Weine als streng und sehr tanninreich, oft auf Kosten der Frucht. Mit Jérôme Flous, seit 2007 technischer Direktor, wird weniger extrahiert. Im Keller arbeitet man mit Schwerkraft statt Pumpen. Die Weine sind seitdem frischer und fruchtiger, mit feineren Tanninen, ohne an Tiefe und Lagerfähigkeit zu verlieren.

Bourgogne, Mercurey und Rully trinkt man gern in den ersten Jahren. Premiers Crus brauchen fünf bis zehn Jahre, rote Grands Crus aus einem guten Jahrgang entwickeln sich oft fünfzehn Jahre und länger. Die Roten passen zu Ente, Wild und Pilzgerichten, die Weißen zu Fisch, Meeresfrüchten und Geflügel. Mehr aus der Region finden Sie unter Burgund.

Häufige Fragen zu Domaine Faiveley

Ist Faiveley eine Domaine oder ein Négociant?

Beides, aber vor allem eine Domaine. Der Großteil der Weine stammt aus eigenen Weinbergen der Familie, ein kleinerer Teil entsteht aus zugekauften Trauben.

Welcher Faiveley-Wein eignet sich für den Einstieg?

Der Bourgogne Pinot Noir oder ein Wein aus Mercurey, Rully oder Montagny. Sie zeigen die Handschrift des Hauses, ohne lange Lagerung zu verlangen.

Was ist der Corton Clos des Cortons Faiveley?

Eine Grand-Cru-Lage am Corton-Hügel, die Faiveley allein besitzt. Der Wein ist kraftvoll, braucht Zeit und gilt als Aushängeschild des Hauses.

Warum fehlt der Chablis von Billaud-Simon auf dieser Seite?

Domaine Billaud-Simon gehört zwar der Familie Faiveley, wird aber als eigenes Weingut unter eigenem Namen geführt. Diese Seite zeigt nur Weine mit dem Etikett Faiveley.

Hat das Weingut etwas mit Faiveley Transport zu tun?

Nur über die Familie. Louis Faiveley gründete 1919 den Zulieferer für Bahntechnik, der seit 2016 mehrheitlich zu Wabtec gehört. Das Weingut in Nuits-Saint-Georges ist davon unabhängig und weiterhin in Familienbesitz.