Domaine de la Vougeraie ist das Burgunder Weingut der Familie Boisset und einer der größten biodynamischen Erzeuger an der Côte d'Or. Hier finden Sie alles vom Bourgogne Terres de Famille bis zu Grands Crus wie Bonnes Mares, Musigny, Clos de Vougeot und Chevalier-Montrachet.
Domaine de la Vougeraie: das Weingut der Familie Boisset im Burgund
Gegründet wurde die Domaine 1999, als Jean-Charles und Nathalie Boisset die besten Weinberge der Familie unter einem Namen zusammenführten. Die Wurzeln reichen jedoch weiter zurück. Schon 1964 kaufte Vater Jean-Claude Boisset die erste Parzelle, Les Evocelles in Gevrey-Chambertin. In den folgenden Jahrzehnten kamen Lagen in Vougeot und rund um Beaune hinzu, dazu ganze Domaines wie L'Héritier-Guyot und Pierre Ponnelle. Der Name stammt vom Haus der Familie, La Vougeraie, und verweist zugleich auf das Dorf Vougeot.
Heute bewirtschaftet die Domaine rund 37 Hektar in knapp 30 Appellationen, etwa zur Hälfte an der Côte de Nuits und zur Hälfte an der Côte de Beaune. Der Keller liegt in Prémeaux-Prissey, gleich südlich von Nuits-Saint-Georges. Erster Kellermeister war Pascal Marchand, ab 2006 übernahm Pierre Vincent, der später zur Domaine Leflaive wechselte.
Biodynamischer Pinot Noir und Chardonnay von der Côte d'Or
Die Weinberge wurden von Anfang an ökologisch bewirtschaftet, 2001 begann die Umstellung auf Biodynamie. Heute arbeitet die gesamte Domaine biodynamisch, und in den steilsten Grand-Cru-Lagen wird noch mit dem Pferd gepflügt. Die Idee dahinter ist einfach: lebendige Böden und niedrige Erträge bringen Trauben hervor, die die Unterschiede zwischen den Lagen zeigen.
Die Rotweine sind Pinot Noir, spontan vergoren in Holzbottichen und oft mit einem Anteil ganzer Trauben, was Frische und eine würzige, florale Note bringt. Die Weißweine sind Chardonnay, im Fass vergoren. Der Anteil neuer Fässer ist moderat, das Holz stammt aus dem Wald von Cîteaux, damit Frucht und Terroir im Vordergrund stehen. Der Stil ist präzise und elegant statt schwer und wuchtig.
Monopollagen und Grands Crus der Domaine de la Vougeraie
Die Domaine besitzt vier Monopollagen, also Weinberge in ihrem alleinigen Besitz. Die bekannteste ist Le Clos Blanc de Vougeot, ein Premier Cru, den die Mönche von Cîteaux mit weißen Reben bepflanzten. Reben werden hier erstmals 1110 schriftlich erwähnt, und der Weinberg wurde nie geteilt, nicht einmal in der Französischen Revolution. Die anderen drei sind Vougeot Clos du Prieuré, Nuits-Saint-Georges 1er Cru Clos de Thorey und Chassagne-Montrachet 1er Cru Morgeot Clos de la Chapelle, den es weiß und rot gibt.
Bei den Roten reicht das Angebot vom Bourgogne Pinot Noir Terres de Famille über Volnay, Chambolle-Musigny und Gevrey-Chambertin bis zu Savigny-lès-Beaune Les Marconnets, Nuits-Saint-Georges Les Damodes und Vougeot 1er Cru Les Cras. An der Spitze stehen Clos de Vougeot, Bonnes Mares, Musigny, Charmes-Chambertin Les Mazoyères und Corton Le Clos du Roi. Zu den weißen Grands Crus zählen Charlemagne, Bâtard-Montrachet, Bienvenues-Bâtard-Montrachet und Chevalier-Montrachet. Mehrere Weine gibt es auch als Magnum.
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Fragen und Antworten zur Domaine de la Vougeraie
Arbeitet Domaine de la Vougeraie biodynamisch?
Ja. Die Domaine arbeitet seit ihrer Gründung ökologisch und stellte ab 2001 auf Biodynamie um. Heute werden alle Weinberge biodynamisch bewirtschaftet.
Was ist Le Clos Blanc de Vougeot?
Ein weißer Premier Cru in Monopolbesitz in Vougeot, angelegt von den Zisterziensern aus Cîteaux. Er ist fast reiner Chardonnay und ergibt einen straffen, mineralischen Weißwein mit Lagerpotenzial.
Was verbindet Vougeraie mit Marchand-Tawse?
Pascal Marchand war der erste Kellermeister der Domaine. Heute macht er eigene Weine unter dem Namen Marchand-Tawse, einem eigenständigen Weingut, dessen Weine nicht auf dieser Seite stehen.
Wie lange lassen sich die Weine lagern?
Bourgogne Terres de Famille und die Dorfweine machen schon jung Freude. Premiers und Grands Crus profitieren von einigen Jahren im Keller und können sich aus einem guten Jahrgang zehn Jahre und länger entwickeln.