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Pommard ist der kraftvollste Rotwein der Côte de Beaune: dunkle Kirsche, Pflaume und Erde, getragen von einem festen Tanningerüst, das etwas Geduld verlangt und sie belohnt. Das Dorf liegt zwischen Beaune und Volnay im Herzen des Burgund und erzeugt ausschließlich Rotwein aus Pinot Noir.

Pommard Wein: kraftvoller Pinot Noir von der Côte de Beaune

Seit 1937 ist Pommard eine eigene Appellation, und die Vorschriften erlauben nur Rotwein. Die Rebsorte ist Pinot Noir. Ein kleiner Anteil Chardonnay, Pinot Blanc oder Pinot Gris wäre zulässig, wird aber kaum genutzt. Die Weinberge ziehen sich zu beiden Seiten des Dorfes entlang und steigen nach Westen den Hang hinauf, wo Kalkstein auf eisenhaltige Tonböden trifft.

Dieser Boden prägt den Charakter. Der Nachbar Volnay steht für helle, duftige und feine Rotweine, Pommard dagegen ist dunkler, dichter und tanninreicher. Jung wirkt ein Pommard oft verschlossen. Nach fünf bis zehn Jahren auf der Flasche wird die Frucht runder, und Noten von Leder, Waldboden und Trüffel treten hervor.

Pommard 1er Cru: Rugiens, Epenots und die anderen Lagen

Eine Grand-Cru-Lage gibt es in Pommard nicht, dafür 27 als Premier Cru klassifizierte Climats. Zwei Namen stehen immer vorn. Les Rugiens, geteilt in Rugiens-Bas und Rugiens-Hauts, verdankt seinen Namen dem rötlichen, eisenreichen Boden und liefert die tiefsten, am stärksten strukturierten Weine des Dorfes. Wie sie sich mit der Zeit öffnen, zeigen die Rugiens 2005 und 2009 von Jean-Marc Bouley. Les Grands Epenots und Les Petits Epenots liegen auf der Seite Richtung Beaune und fallen duftiger und seidiger aus, etwa bei Lucien le Moine oder Jean Gagnerot.

Innerhalb der Epenots liegt der Clos des Épeneaux, eine Monopollage der Domaine du Comte Armand. Hier finden Sie ihn über viele Jahrgänge, vom gereiften 1997 und 2000 bis zu den jüngsten Füllungen. Das Château de Pommard besitzt mit dem Clos Marey-Monge eine eigene Monopollage, einen ummauerten Clos rund um das Schloss. Weitere Premiers Crus, die man kennen sollte, sind Les Charmots, Les Arvelets, Les Pézerolles, La Platière, La Chanière und Les Chaponnières.

Erzeuger: von Comte Armand bis Domaine Parigot

Domaine Parigot ist breit vertreten, von den Ortsweinen Les Vignots und Les Riottes bis zu den Premiers Crus aus Les Charmots, Clos de la Chanière und Les Epenots. Bouchard Père & Fils füllt Rugiens und Pézerolles aus eigenen Weinbergen, Vincent Dancer Pézerolles und Perrières. Domaine A.F. Gros und Domaine Confuron-Cotetidot keltern Les Arvelets, Domaine Jacques Prieur und Domaine Henri de Villamont Les Charmots. Domaine Launay-Horiot bewirtschaftet Reben in Pommard und erzeugt Les Chaponnières, Les Perrières und den Clos Blanc, der trotz seines Namens ein roter Premier Cru ist. Dugat-Py, bekannt für Gevrey-Chambertin, macht einen Pommard Les Vaumuriens aus sehr alten Reben. Für den Einstieg in Ortswein eignen sich Domaine Arcelain, Hubert Lignier, Domaine Berthelemot, Joillot und Pierrick Bouley.

Pommard Rotwein zum Essen

Tannin und dunkle Frucht verlangen nach Gerichten mit Gewicht. Rinderbraten, Entenbrust, Lamm und Wild wie Reh oder Fasan sind die Klassiker, und eine Pilzsauce oder ein Steinpilzrisotto bringt die erdige Seite einer gereiften Flasche zur Geltung. Beim Käse passt ein Rotschmierkäse wie Époisses aus derselben Ecke Frankreichs. Servieren Sie Pommard bei 16 bis 17 °C und gönnen Sie jungen Jahrgängen eine Stunde in der Karaffe.

Zum Vergleich mit einem anderen großen Burgunder Dorf bietet sich ein Rotwein aus Nuits-Saint-Georges an. Wer von Rot zu Weiß wechseln möchte, greift zu einem Meursault aus der Nachbarschaft an der Côte de Beaune.

Häufige Fragen zu Pommard

Aus welcher Rebsorte wird Pommard Wein gemacht?

Aus Pinot Noir. Die Appellation erlaubt nur Rotwein, und obwohl etwas weiße Trauben in der Cuvée zulässig wären, ist fast jeder Pommard reiner Pinot Noir.

Gibt es einen Pommard Grand Cru?

Nein. Die besten Lagen sind als Pommard 1er Cru klassifiziert, und Les Rugiens und Les Epenots gelten als die feinsten unter ihnen.

Was ist das Château de Pommard?

Ein Weingut im Dorf, dessen Clos Marey-Monge aus einem ummauerten Weinberg stammt, der vollständig dem Château gehört, also eine Monopollage.

Wie lange kann man Pommard lagern?

Ein Ortswein aus Pommard trinkt sich meist fünf bis zehn Jahre nach der Lese gut, während ein Premier Cru aus Rugiens oder Epenots in einem guten Jahrgang zwanzig Jahre und länger reifen kann.